Wiesmann/Nagel: Fernbahntunnel für Frankfurt Gold wert – um kommunalen Verkehr zu entzerren und Schienenfernverkehr zu verbessern

Bettina M. Wiesmann MdB und Frank Nagel
Bettina M. Wiesmann MdB und Frank Nagel
Berlin/Frankfurt am Main, 03. März 2020 - Ein Frankfurter Fernbahntunnel entlastet kommunale Verkehrsinfrastruktur und trägt zu einer bundesweiten Verbesserung des Fernverkehrs bei und erhöht die Kapazitäten für den Regionalverkehr!

Das Projekt eines Fernbahntunnels für den Frankfurter Hauptbahnhof wurde vom unionsgeführten Bundesverkehrsministerium eingebracht, um das von der Deutschen Bahn vorgelegte Konzept für einen "Deutschlandtakt" zu realisieren. Ziel ist es, einen landesweiten Takt für den Fernverkehr zu organisieren, der für die wichtigsten Verbindungen in der Republik aufeinander abgestimmte Abfahrten bzw. Ankünfte alle 30 und 60 Minuten erlaubt. Als Teil des Projekts "Frankfurter Knoten" wurde auch der Fernbahntunnel in den vordringlichen Bedarf für den Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgenommen. Eine Realisierung wird für das kommende Jahrzehnt erwartet.

Hierzu Bettina M. Wiesmann, Bundestagsabgeordnete für den Frankfurter Norden, Osten und Süden: "Das Projekt des Fernbahntunnels ist in Frankfurt hochwillkommen. Es dient dem langfristigen Verkehrsziel, die Fernverkehrsleistung in Deutschland zu verbessern und damit einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Klimaschutz zu leisten. Ziel der Bundesregierung ist es, die Fahrgastzahlen bis 2030 zu verdoppeln. Fern- und Regionalverkehr müssen an bestimmten Knotenpunkten besser getrennt werden, um auf beiden Ebenen die Betriebsstabilität bei tendenziell steigenden Fahrgastzahlen gewährleisten zu können. Zusätzlich könnte damit auch der bundes- und europaweite Nachtverkehr gestärkt werden, eine wichtige Komponente eines nachhaltigen Mobilitätsangebots europaweit. Die Umsetzung des Fernbahntunnels ist richtig, wichtig und dringlich. Ich hoffe auf fortgesetzte Unterstützung im Bund sowie auf Landes- und kommunaler Ebene."

Der Fernbahntunnel wird nach aktuellem Stand zwei Gleise und vier Bahnsteige umfassen und damit eine Kapazität von mehr als zwölf Zugfahrten in der Stunde haben. Neben dem Fernbahntunnel läuft aktuell die Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen von "Frankfurt RheinMainplus". Diese betreffen vor allem Einzelprojekte zur Verbesserung des Nah- und Regionalverkehrs. Beide Projekte ergänzen sich optimal.

"Der Ausbau des Südbahnhofs ist keine Alternative. Schon für weitere Züge ist kein Platz, ganz zu schweigen von der ausreichenden Infrastruktur für einen großen Umsteigeknoten. Die wachsenden innerstädtischen Mobilitätsangebote bräuchten deutlich mehr Platz im Umfeld. Wir können ja nicht halb Sachsenhausen abreißen", so Frank Nagel, Vorsitzender des Fachausschusses Verkehr der CDU Frankfurt.

"Im Rahmen der Verkehrswende müssen wir auf jeden Fall die umweltfreundlicheren Alternativen zu Auto und Flugzeug verbessern. Es macht nur Sinn, umzusteuern und dafür bestimmte Verkehrsmöglichkeiten einzuschränken, wenn zuvor der Öffentliche Nah- und Fernverkehr ausgebaut und attraktiver gestaltet wurde“, ergänzt Nagel.

"Regionalverkehrsprojekte wie 'Gateway Gardens' und die Einführung des Elektronischen Stellwerks im Frankfurter S-Bahn-Tunnel sind erfolgreich realisiert worden. Dies muss mit dem Fernbahntunnel auf den Fernverkehr ausgeweitet werden. Nur so schaffen wir weitere Kapazitäten für den Regionalverkehr. Immerhin kommen Zweidrittel aller Frankfurter Arbeitnehmer aus dem Umland", so Wiesmann und Nagel abschließend.

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