„Pflichtmensch und Kulturfreund“

Zum Tode des früheren CDU-Stadtverordneten Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Bauer

Frankfurt am Main, 07. Mai 2019 - Wie die CDU-Fraktion erst jetzt erfahren hat, ist der Stadtälteste und frühere Stadtverordnete Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Bauer am 30. April 2019 im Alter von 86 Jahren nach langer Krankheit gestorben.

Der gebürtige Berliner und Mathematiker Bauer war nach Lehr- und Forschungstätigkeiten in den USA, der damaligen UdSSR und an der FU Berlin von 1971 bis 1997 ordentlicher Professor am Institut für Algebra und Geometrie der Frankfurter Universität. Seit 1959 CDU-Mitglied, gehörte er der Stadtverordnetenversammlung fast drei Jahrzehnte an, von 1965 bis 1993. In den Jahren der absoluten CDU-Mehrheit von 1977 bis 1989 saß er im Römer den Kulturausschuss vor und wirkte in zahlreichen anderen Gremien mit kulturellem Schwerpunkt, so in dem Kuratorium des Städel’schen Kunstinstituts, dem Verwaltungsrat der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, dem Großen Rat der Goethe-Universität, dem Kuratorium der Otto-Hahn-Stiftung oder dem Aufsichtsrat der Alten Oper. Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Bauer war überdies von 1980 bis 1993 Mitglied des Präsidiums der Stadtverordnetenversammlung. 

CDU-Fraktionsvorsitzender Michael zu Löwenstein: „Als Kulturausschussvorsitzender war Friedrich-Wilhelm Bauer mit seinem beeindruckenden akademischen Werdegang, seiner tiefen literarischen Bildung und seinem feinsinnigen Gespür für die richtigen Worte eine Idealbesetzung. Ausgestattet mit dem Vertrauen der Wählerinnen und Wähler, hat er sein ehrenamtliches Mandat als Stadtverordneter sehr lange ausgeübt, und dies mit geradezu preußischer Disziplin zusätzlich zu seinen zeitraubenden Verpflichtungen als ordentlicher Universitätsprofessor. Er hat die damaligen Höhen und Tiefen der Union in Frankfurt am Main erlebt – den Aufstieg aus der zweiten Reihe an die Spitze der Stadt in der Ära Wallmann, aber auch die dramatische Wahlniederlage 1989. Friedrich-Wilhelm Bauer, den Pflichtmenschen und Kulturfreund, zeichnete ein hohes Maß an staatsbürgerlichem Verantwortungsbewusstsein aus. Wir gedenken seiner mit großer Hochachtung“.   

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