Klimaschutz ist eine Mammutaufgabe für uns alle

CDU-Fraktion und Bettina M. Wiesmann MdB im Gespräch mit „Fridays for Future“

Bettina M. Wiesmann MdB
Bettina M. Wiesmann MdB
Frankfurt, 3. Mai.  Wie angekündigt, hat sich die CDU-Fraktion im Römer mit den Frankfurter Organisatoren von „Fridays for Future“ (FFF) zu einem gemeinsamen Gespräch über Klimaschutzpolitik getroffen. Neben dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Michael zu Löwenstein und den Stadtverordneten Robert Lange, Sabine Fischer und Christiane Schubring als den Sprechern für Umwelt, Bildung und Soziales nahm auch die Bundestagsabgeordnete Bettina M. Wiesmann an dem zweistündigen Austausch am Donnerstag Nachmittag teil.

,,Das Engagement der jungen Leute imponiert uns sehr, und wir verstehen gut, dass sie von der Politik auf nationaler und kommunaler Ebene erwarten, beim Klimaschutz noch stärker als bisher auf die Tube zu drücken“, fasst der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael zu Löwenstein seine Eindrücke nach dem Gespräch zusammen. Die CDU-Fraktion stimme mit FFF überein, dass eine besondere Stadt wie Frankfurt am Main nicht „Schlusslicht“, sondern „Scheinwerfer“ beim Klimaschutz sein müsse. „Auch wenn der gerade im April wieder vorgelegte Frankfurter Klimaschutzbericht eindrücklich zeigt, welche Erfolge für ein zukunftsweisendes und umweltfreundliches lokales Energiemanagement bereits erzielt wurden und Frankfurt im nationalen Vergleich der Großstädte Spitzenreiter beim Klimaschutz ist: Wir dürfen selbstverständlich nicht nachlassen, die im ‚Masterplan 100% Klimaschutz‘ selbst festgelegten Ziele umzusetzen, nämlich die Emission von Treibhausgasen in der Stadt weiter zu senken und insgesamt den Energiebedarf bis 2050 um 50 Prozent zu reduzieren. Frankfurt muss seinen Beitrag leisten, das Zwei-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen“, so Löwenstein, der die Organisatoren von FFF ermutigte, sich auch nach dem Abitur weiter umweltpolitisch einzubringen: „Klimaschutz ist eine Mammutaufgabe für uns alle. Wir würden uns freuen, wenn die jungen Leute von ‚Fridays for Future‘ mit derselben Dynamik zukünftig, zum Beispiel nach ihrem Abitur, in den politischen Gremien mitarbeiten, denn gute Ergebnisse für den Klimaschutz werden im politischen Diskurs erarbeitet und in den Parlamenten beschlossen“.

„Ich nehme aus dem Gespräch viel Zuversicht mit“, ergänzt die Frankfurter Bundestagsabgeordnete Bettina M. Wiesmann. „Die Jugendlichen sind nicht nur hoch motiviert, für eine lebenswerte Zukunft zu streiten, von Desinteresse oder Null Bock keine Spur. Sie sind auch selbst tief in die Materie eingestiegen. Um die Klimawende zu schaffen, braucht es Fachkenntnis und scharfe Analyse genauso wie die Bereitschaft voranzugehen und Mut zum Engagement. Auch Deutschland muss vorangehen und Vorbild für viele zögerliche Staaten sein; zugleich gilt es, die Bevölkerung mitzunehmen und von notwendigen Umsteuerungen etwa im Verkehrsverhalten zu überzeugen. Wenn es nun noch gelingt, die Jugendlichen für dauerhaftes politisches Engagement zu gewinnen – etwa über die Errichtung eines Jugendparlaments in Frankfurt –, ist mir um die Zukunft nicht bange“.

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