Bartelt: Patientensicherheit in Hessen stärken

Telemedizin soll künftig Patienten entlasten

Dr. Ralf-Norbert Bartelt MdL
Dr. Ralf-Norbert Bartelt MdL
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 04. Dezember 2018 - Anlässlich der Pressekonferenz von Gesundheitsminister Stefan Grüttner zum Thema „Qualität und Patientensicherheit“ erklärte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Ralf-Norbert Bartelt:

„Die Stärkung der Patientensicherheit und die Qualität der Gesundheitsversorgung stehen im Mittelpunkt der hessischen Gesundheitspolitik. Mit der Novellierung des Hessischen Krankenhausgesetzes haben wir weitere Voraussetzungen geschaffen, um den Weg einer stärkeren Patientenorientierung fortzusetzen und diese verbindlich zu regeln. Jedes hessische Krankenhaus soll künftig über qualifizierte Patientensicherheitsbeauftragte verfügen und somit die Patientensicherheit schrittweise steigern.

Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse des Gemeinsamen Bundesauschusses, dass Hessen bei sogenannten planungsrelevanten Qualitätsindikatoren in der Gynäkologie, Geburtshilfe und Brustoperation qualitativ weit oben steht. Diese Indikatoren wurden sogar in das Krankenhausgesetz aufgenommen – damit ist Hessen bundesweit Vorreiter und leistet hiermit einen großen Beitrag für die Patientensicherheit.

Hessen hat 2013 als erstes Bundesland ein Fachreferat für Qualitätssicherung und Patientensicherheit eingerichtet und sich aktiv für eine Reform stark gemacht, die erstmals die Bedürfnisse der Patienten zentralisiert. Zudem wurde 2016 das Projekt ‚Sicher im Krankenhaus – Ein Ratgeber für Patienten‘ in Zusammenarbeit mit der Techniker Krankenkasse gegründet. Das Handbuch informiert ausführlich darüber, was die Krankenhäuser für die Sicherheit ihrer Patienten tun können und was Patienten und Angehörige zu ihrer eigenen Sicherheit in Kliniken beitragen können.

Die Telemedizin wird künftig eine wichtige Rolle in der Gesundheitspolitik spielen, um das Gesundheitswesen noch besser und sicherer zu machen und um dem Patient Zeit und Aufwand zu ersparen. Dank moderner Kommunikationstechnologien sollen bspw. Fehl- und Überbehandlungen sowie unnötige Doppeluntersuchungen künftig vermieden werden. Darüber hinaus gibt es bereits nützliche Applikationen zum Herunterladen, wie z.B. die Blutspende-App des Deutschen Roten Kreuzes, die ApoJet-App des Apotheken-Rechen-Zentrums in Darmstadt, womit Arzneimittel ganz leicht und direkt bei der Apotheke vorbestellt werden können oder Frankini. Bei Frankini handelt es sich um eine online-basierte Stottertherapie, die 2018 bis 2020 mit insgesamt rund 490.000 Euro vom Land gefördert wird. Eine weitere Förderung ist für die App WartsAb vorgesehen, damit Patienten ihre Wartezeiten besser organisieren können.“

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