Zu Löwenstein: CDU-Fraktion warnt Verkehrsdezernenten vor Alleingang

Michael zu Löwenstein, Vorsitzender der CDU-Römerfraktion
Michael zu Löwenstein, Vorsitzender der CDU-Römerfraktion
Frankfurt am Main, 30. August 2018 - Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Römer, Michael zu Löwenstein, hat Verkehrsdezernent Klaus Oesterling davor gewarnt, über den Verwaltungsweg und ohne Beratung in der Koalition sowie in der Stadtverordnetenversammlung eine durchgehende Radverbindung zwischen Friedberger Warte über die Friedberger Landstraße und die Kurt-Schumacher-Straße bis zum Börneplatz anzuordnen:

„Das wäre eine Vorgehensweise, die nachhaltige Konsequenzen für die Zusammenarbeit hätte. Bisher haben wir im Römer Maßnahmen, die großen Einfluss auf die Verkehrsströme in der Innenstadt oder in einzelnen Stadteilen haben, gemeinsam besprochen und anschließend Beschlüsse gefasst“. Selbst im Falle der durchaus umstrittenen Umgestaltung der Eschersheimer Landstraße sei eine gute Lösung für alle Verkehrsteilnehmer gefunden worden mit dem Zugewinn eines sicheren Radverkehrs zwischen Hügelstraße und Weißem Stein, stellt Löwenstein ein Beispiel aus der Vergangenheit heraus. „Wir fordern den Dezernenten deshalb auf, eine gründliche Planung, wie eine Radverbindung durch das Nordend und weiter durch die Innenstadt Richtung Süden geführt werden kann, vorzulegen, und zwar mit Varianten, die bei dieser wichtigen Straßenverbindung auch parlamentarisch diskutiert werden können“, so Löwenstein.

 
„Die CDU-Fraktion will die Sicherheit für Radfahrer erhöhen und das Radwegenetz ausbauen“, unterstreicht Löwenstein. „Wir erwarten aber, dass der Verkehrsdezernent jetzt keine ‚einsamen‘ Entscheidungen trifft, die mit einer vermeintlich einfachen Lösung ‚Radweg hin, Autospur weg!‘ zu Lasten des Wirtschaftsverkehrs, des Einzelhandels in der Innenstadt und sogar zu Lasten des ÖPNV auf der Friedberger Landstraße gehen könnten“, so Löwenstein nachdrücklich, der außerdem zu bedenken gibt, dass die zahlreichen Neubauprojekte in der Innenstadt wie etwa das FOUR oder das Hochhausensemble Stiftstraße das Verkehrsaufkommen nicht verringern werden. „Der Autoverkehr in der Innenstadt muss fließen können, Busse und Bahnen brauchen Platz und Radfahrer mehr Sicherheit sowie schnelle Mobilität“, so der Fraktionsvorsitzende.

Für Löwenstein leitet sich daraus ab, dass für zentrale Verkehrsachsen, die zur Innenstadt führen, unverzüglich intelligente Planungen beginnen müssen, die alle Verkehrsarten berücksichtigen. „Stadtrat Oesterling sollte endlich den von ihm angekündigten neuen Gesamtverkehrsplan vorlegen, damit verkehrsplanerische Projekte im Zusammenhang bewertet werden können und die dringend erforderliche Blaupause für die Zukunft des Frankfurter Verkehrs in der dramatisch wachsenden Metropolregion entsteht“, mahnt der Fraktionsvorsitzende abschließend.

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