Boris Rhein: Forschungsförderung ist das beste Mittel gegen Krebs

Wiesbaden/Frankfurt am Main, 21. August 2018 - Der Fachausschuss Wirtschaft, der RCDS und die Frankfurter Mittelstandsvereinigung hatte am Freitag, den 17.08.2018, den Hessischen Wissenschaftsminister zu einem Vortrag in die Johann-Goethe-Universität eingeladen.

Bei herrlichem Sommerwetter und an einem Freitagsabend kamen 30 Teilnehmer, um den Wissenschaftsminister, Boris Rhein, zu hören. Unter den Teilnehmern war auch Frau Dr. Simone Fulda, Vizepräsidentin der Johann-Goethe Universität und herausragende Forscherin in der Kinderkrebsforschung und Mitglied im Deutschen Wissenschaftsrat. Außerdem war der CDU Landtagsabgeordnete, Dr. med. Ralf Norbert Bartelt, anwesend, in dessen Landtagswahlkreis die Johann-Goethe-Universität liegt. Von der Mittelstandsvereinigung war Landesschatzmeister Robert Lange anwesend und der Frankfurter JU Vorsitzende und stellvertretende Kreisvorsitzende Martin Benedikt Schäfer. Der Vorsitzende des Fachausschusses Wirtschaft, Christoph Fay, konnte außerdem noch die Ersatzkandidatin des Wahlkreises 35 für den Hessischen Landtag, Debora Rieser, begrüßen.


Der Wissenschaftsminister Boris Rhein zeigte den Anwesenden den Rahmen auf, in dem Deutschland sich wirtschaftlich bewegt. Ein Land ohne Rohstoffe, ohne seltene Erden sei auf Investitionen in die Köpfe der Menschen und damit auf die Innovationskraft der Wirtschaft angewiesen, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Deutschland stelle nur 1,2 % der Weltbevölkerung, sei aber an der vierte Stelle der Industrienationen, die vom Export von Hightech leben. Daher sei Forschungsförderung eine Investition in zukünftige Produkte und zukünftige Wertschöpfung unserer Wirtschaft. Hessen habe nur 6 Mio. Einwohner. Es läge aber beim Bruttoinlandsprodukt zwischen Dänemark und Finnland. Hessen sei stärker als die Hälfte aller europäischer Länder, führte der Wissenschaftsminister weiter aus.

Im Zentrum der Hessischen Wissenschaftsförderung stehe das LOEWE Programm, das nächste Woche mit einer Feier in der Goethe Universität sein zehnjähriges Bestehen begehe. Das LOEWE Programm sichere die Entwicklung unseres Bundeslandes. Minister Rhein forderte, dass wir alle mehr für den Wissenschaftsstandort Frankfurt werben müssten. 14 Hochschulen, 80.000 Studierende und der Riedberg als Science City sind Eckpunkte einer notwendigen Kommunikationsoffensive.

Denn, so Rhein, ein kluger Kopf ziehe einen anderen klugen Kopf hinterher. Sodann stelle er das LOEWE Programm im Einzelnen vor. LOEWE stehe für höchste Exzellenz und sei wettbewerblich organisiert. 14 Zentren Hessen mit Investitionen in Forschung von 800 Millionen Euro in den letzten zehn Jahren stehe für ein kontinuierliche Förderung. Für 2018 und 2019 seien weiteren 132 Mio. Euro Förderung vorgesehen. Die Fraunhofer Gesellschaft, die Max Planck Gesellschaft; die Leibniz- und die Helmholzgesellschaft würden dank LOEWE wie selbstverständlich in Hessen forschen. Aber auch kleinere Unternehmen profitieren von der Forschungsförderung. Kleinere Unternehmen fühlten sich oft von der Förderung abgehängt. Nur durch Investitionen könnten sie am Markt bleiben. Rhein meinte, die Hochschulen seien die besten Forschungsabteilungen für den Mittelstand. Wissenschaftspolitik sei auch Mittelstandspolitik und insbesondere Wirtschaftspolitik.

Nach dem Vortrag entstand eine muntere und engagierte Diskussion über Vergütung von Wissenschaftlern und vor allem über die Kommunikation und Werbung über und für den Wissenschaftsstandort Frankfurt. Hier sahen Minister Rhein und alle Anwesenden noch Verbesserungsbedarf. Boris Rhein warb für die Unterstützung durch die Anwesenden.
Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich der Vorsitzende des Fachausschusses Wirtschaft, Christoph Fay, und der RCDS Vorsitzende, Tom Rausch, bei Minister Rhein für die gelungene Veranstaltung.
Christoph Fay versprach zusammen mit den Frankfurter Marketiers den Wissenschaftsstandort zu bewerben.

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