Städtebauliche Chancen durch Einhausung schaffen

CDU beschließt Zustimmung zur Einhausung der A661 aus städtischen Mitteln

Michael zu Löwenstein, Vorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Michael zu Löwenstein, Vorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Frankfurt am Main, 14. Mai 2018 - Auf ihrer gestrigen Sitzung beschloss die CDU-Fraktion im Römer nach intensiver Debatte, notfalls auch ohne Unterstützung durch Bund und Land eine Einhausung der A661 zwischen Bornheim und Seckbach zu realisieren.

Auf ihrer gestrigen Sitzung beschloss die CDU-Fraktion im Römer nach intensiver Debatte, notfalls auch ohne Unterstützung durch Bund und Land eine Einhausung der A661 zwischen Bornheim und Seckbach zu realisieren. „Wir ermöglichen damit eine Planung der neuen Einfädel-Spur durch Hessen Mobil zusammen mit einer städtisch finanzierten Einhausung“ erklärte der Fraktionsvorsitzende Michael zu Löwenstein. Es bestehe sonst die Gefahr, dass die einmalige Chance, zusammen mit der Erweiterung der Autobahn zu kreativen städtebaulichen Lösungen zu kommen und dafür Synergie-Effekte zu nutzen, vorübergeht.
 
Damit sei zunächst klar, dass die Variante "Null" vom Tisch ist, bei der nur klassische Lärmschutzwände errichtet werden. Obwohl der Planungsdezernent mitgeteilt hat, dass zur Zeit keine nennenswerten Finanzierungsbeiträge von Bund oder Land in Aussicht stehen, hält es die CDU-Fraktion für richtig, mindestens die Variante L 4 mit einer Länge von 400 Metern aus städtischen Mitteln zu finanzieren. Nach jetzigem Stand müsste allein für diese Lösung bei einer Baufertigstellung im Jahr 2030 mit Kosten von 170 Millionen Euro gerechnet werden, wobei die Betriebskosten und eine normalerweise an den Bund zu zahlende Ablöse für künftige Wiederherstellungskosten noch nicht eingerechnet sind, aber auch nicht umgekehrte Synergie-Effekte.

Angestrebt wird von der CDU-Fraktion – ebenso wie von SPD und Grünen – die weitestgehende Variante L 2 , soweit die dafür einzusetzenden städtischen Mittel haushaltsmäßig vertretbar sind. Für diese Variante müsste auf derselben Grundlage mit Kosten von 350 Millionen Euro gerechnet werden. Die CDU-Fraktion fordert den Magistrat auf, mit Land und Bund über Zuschüsse zu verhandeln, die eine Realisierung dieser weitestgehenden Variante ermöglichen. Auch eine Überarbeitung der Gesamtplanung, die größere Wohnungsbaupotenziale als bisher erschließt, aus denen entsprechende Finanzierungsbeiträge generiert werden können, sollte in Erwägung gezogen werden.

Dementsprechend sollte die Planung, so der Beschluss der Fraktion, jetzt so weitergeführt werden, dass alle Varianten (L 4, L 3 und L 2) als Optionen ermöglicht werden, einschließlich der Option, die kürzeste Variante als einen ersten Schritt vorzusehen, der zu einem späteren Zeitpunkt bei geänderten Voraussetzungen (verfügbare Mittel und beispielsweise Wegzug des Blumengroßmarkts) eine Verlängerung erlaubt. "Wir geben der Verwaltung damit die notwendige Grundlage für eine zukunftsweisende Planung", erklärte der Fraktionsvorsitzende. "Wir sind davon überzeugt, dass diese städtebauliche Perspektive nicht nur für die unmittelbar betroffenen Stadtteile entscheidende Vorteile bringt, sondern auf die ganze Stadt positiv ausstrahlt", so Löwenstein abschließend.
 

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