Frauen-Union Frankfurt hält an Werbeverbot für Schwangerschafts- abbrüche fest und verteidigt kompromisslos das Recht auf Versammlungsfreiheit

Sylvia Hornung, Vorsitzende der Frankfurter Frauen-Union
Sylvia Hornung, Vorsitzende der Frankfurter Frauen-Union
Frankfurt am Main, 18. April 2018 - Die Anti-Abtreibungs-Mahnwachen sowie die Proteste dagegen vor der Pro Familia Niederlassung in Frankfurt endeten erstmal nach Ostern. Auch im Hinblick auf die besonderen Umstände ist die Diskussion über die Abschaffung des Werbeverbots von Schwangerschafts-abbrüchen darüber keineswegs abgeschlossen.

„Mit einigem Befremden nahmen wir von der Frauen-Union Frankfurt zur Kenntnis“, sagt die FU-Vorsitzende Sylvia Hornung, „wie stark das Frankfurter Frauenreferat die Etablierung des Aktionsbündnisses „Frankfurt für Frauenrechte“ betrieben hat. Ein Bündnis, das offenbar dem einzigen Zweck dient, anderen Menschen ihr Recht auf Versammlungsfreiheit möglichst madig zu machen.“

Die Frauen-Union Frankfurt verteidigt ausdrücklich und kompromisslos das Recht auf Versammlungsfreiheit. „Nur, weil wir Inhalte oder Positionen Anderer nicht teilen, können und wollen wir diese nicht verbieten im demokratischen Deutschland“ so die CDU Politikerin.

Zugleich bekennt sich die Frauen-Union ausdrücklich zum Konzept zum Schutz des ungeborenen Lebens und tritt für die Beibehaltung der bestehenden Rechtslage ein. Eine Änderung des § 219a StGB und damit die Aufhebung des Werbeverbotes für Schwangerschaftsabbrüche entsprechend diverser Bestrebungen ist schlicht überflüssig.

„Ungeborenes Leben hat eine eigene Rechtsqualität und ist verfassungsrechtlich geschützt“, so Sylvia Hornung. „So sind Schwangerschaftsabbrüche nach wie vor rechtswidrig, auch wenn sie in bestimmten Fällen straffrei gestellt werden. Ein Abbruch ist für die betroffenen Frauen ein schwerwiegender Eingriff. Deshalb haben wir die Pflicht zur umfassenden Beratung und deshalb darf der Beratende nicht zugleich den Abbruch vornehmen.“

Nur in einer allumfassenden Beratung ist es möglich, all die Umstände miteinander zu besprechen, die für die Geburt eines Kindes sprechen und die mutmaßlich gegen die Geburt eines Kindes sprechen könnten. Ferner, darüber aufzuklären, welche Möglichkeiten der Unterstützung es für die Frauen gibt.

Gute Beratung heißt Information und Aufklärung und bedeutet mithin Stärkung der Frauen, die um Beratung nachsuchen. Ohne vorherige Werbung für irgendeinen bestimmten Ausgang.

Eine gute Entscheidung kann man nur treffen, wenn man Bescheid weiß und wenn man alle Folgen der Entscheidung angstfrei und offen miteinander besprechen kann.

Zugleich erwartet die Frauen-Union eine unbedingte Redlichkeit in der Argumentation. Dann passiert nicht das, was auf einer offiziellen Feier zum Internationalen Frauentag in Frankfurt stattfand: als nämlich bewusst von Information anstatt von Werbung gesprochen wurde.

Die Frauen-Union Frankfurt fordert daher das Frauenreferat auf, Transparenz über ihre Aktivitäten zu schaffen und geltende Gesetze zu achten.

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