CDU im OBR 6: Durchbruch der Straßenbahnlinie bis zum Bahnhof Höchst ist ein Luftschloss von Peter Feldmann

Markus Wagner, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Ortsbeirat 6
Markus Wagner, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Ortsbeirat 6
Frankfurt am Main, 01. Februar 2018 - Die Ankündigung von Oberbürgermeister Peter Feldmann die bestehende Straßenbahnlinie nach Höchst durch den bestehenden Stadtteil Höchst bis zum Bahnhof Höchst und vielleicht darüber hinaus durchzubrechen wirft viele Fragen auf und am Ende Zweifel an der Ernsthaftigkeit.
 

Die Verlängerung der Straßenbahnlinie ist Teil des Eingemeindungsvertrages von 1928 und beruht auf dem Sachverhalt des Jahres 1928 und der damaligen Sicht vieler Dinge. Dass Peter Feldmann nun beim Grußwort zum Neujahrsempfang des Vereinsrings Höchst und zwei Wochen später beim Neujahrsempfang des Ortsbeirates 6 – Frankfurter Westen tief ins Stadtarchiv gegangen ist und die verstaubte Akte hervorgeholt hat, wirft die Frage auf, ob er ein Luftschloss für die Oberbürgermeisterwahl bauen möchte. Auffallend ist, dass eine Recherche im städtischen Informationssystem Parlis keinerlei Aktivitäten von Peter Feldmann in diese Richtung zeigt.

Als Oberbürgermeister und Dezernent für die westlichen Stadtteile hätte er sechs Jahre Zeit gehabt, das Vorhaben voranzubringen. Zudem hätte er den parteieigenen Verkehrsdezernenten Klaus Oesterling damit beauftragen können und müssen. Tatsächlich erscheint die Straßenbahnverlängerung zum letzten Mal im Jahr 2005 im Zusammenhang mit dem Generalverkehrsplan in Parlis. Seitdem ist nichts geschehen und auch Peter Feldmann hat sechs Jahre nichts getan und auch nun gibt es nur mündliche Ankündigungen auf Neujahrsempfängen. Erst danach hat Verkehrsdezernent Oesterling Untersuchungen zur Trassenführung angekündigt, deren Ergebnisse 2020 vorliegen sollen.
 
„Die Ankündigung die Straßenbahn zum Höchster Bahnhof durchzubrechen, ist ein Luftschloss, das Peter Feldmann baut, weil er sich Stimmen für die Wiederwahl als Oberbürgermeister davon erhofft“, so die Wertung des CDU Fraktionsvorsitzenden Markus Wagner.
 
Nicht ohne Grund bleibe Feldmann bei der Trassenführung völlig unbestimmt. Denn wäre es einfach, hätte man es schon 1952 umgesetzt, als die Straßenbahn bis zur Zuckschwerdtstraße in Höchst gebaut wurde. Die möglichen Trassen südlich des Bahndamms führten
 
durch die enge Bolongarostraße mit unklarem Ende, über die Emmerich-Josef-Straße, die enge Kasinostraße durch den Andreas-Platz und über die Windsbraut und die denkmalgeschützte Bruno-Asch-Anlage zum Bahnhof,
direkt am Bahndamm entlang verbunden mit dem Abriss Dutzender Häuser und ebenfalls Beeinträchtigung der Bruno-Asch-Anlage oder nördlich der Bahn mit dem Bau einer neuen Unterführung unter dem Bahndamm, eines Rampenbauwerks hoch zum Bahndamm.

Diesen eher theoretisch möglichen Trassen sei gemeinsam, dass sie mit teilweise erheblichen Belastungen für die Bevölkerung auch im Betrieb verbunden seien und wie eine neue Unterführung oder der Abriss der vielen Häuser sehr viel Geld benötigen würden, so Markus Wagner. Dem müsse man auch den verkehrlichen Nutzen aus heutiger Sicht gegenüber stellen. Mit der Aufnahme des S-Bahn Verkehrs werde Höchst seit 1978 optimal mit der Frankfurter Innenstadt verbunden. Damit könne keine Straßenbahn in Bezug auf die Fahrzeit konkurrieren.

Die seit 1928 zahlreichen neuen Buslinien verbinden Höchst mit den benachbarten Stadtteilen Nied, Sindlingen, Zeilsheim und Griesheim. Daher müssen man sich ernsthaft fragen, ob die Einschätzungen und Bewertungen des Jahres 1928 noch gültig seien. In Anbetracht der hohen Kosten und mit mannigfaltigen Nachteilen jeweils verbundenen Straßenbahntrassen erscheint es sinnvoll, das Projekt eher kritisch zu sehen als es wie Peter Feldmann als Zukunftschance für Höchst anzupreisen, so die Sicht der CDU.

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