Nagel: Neue Planung Verlängerung Linie 11 muss mit RTW verbunden werden

Die Weiterführung der Linie 11 über den Höchster Bahnhof hinausdenken

Frank Nagel, Vorsitzender des FA Verkehr, Vorsitzender der CDU Schwanheim/Goldstein
Frank Nagel, Vorsitzender des FA Verkehr, Vorsitzender der CDU Schwanheim/Goldstein
Frankfurt am Main, 01. Februar 2018 - Der Vorsitzende des Fachausschuss Verkehr der Frankfurter CDU, Frank Nagel, konkretisiert seine Vorstellungen zur Verlängerung der Linie 11.

Deren Historie kennt er gut: Der Anschluss an das Frankfurter Straßenbahnnetz wurde Höchst schon bei der Eingemeindung 1928 zugesagt. Der Eingemeindungsvertrag spricht von einer Anbindung an die Frankfurter Straßenbahn nach Höchst und Zeilsheim. Außerdem wurde festgelegt, dass „eine Haltestelle an der Limburger Bahn für Sindlingen und Zeilsheim baldigst errichtet“ wird. Die Einrichtung des S-Bahnhalts erfolgte erst 2007. Als Zwischenschritte zum Anschluss Höchsts an das Straßenbahnnetz erfolgte 1930 die Verlängerung der Straßenbahnstrecke von der Mönchhofstraße nach Griesheim und 1935 bis Nied. Die „provisorische Endhaltestelle“ Zuckschwerdtstraße wird erst seit 1952 angefahren.

Nun sind erneut verschiedene Varianten für die Anbindung Höchsts in der Betrachtung. Aus Sicht von Nagel ist dies „ein richtiger Schritt, aber eine ganzheitliche Betrachtung fehlt“. Nagel verweist darauf, dass der Gesamtverkehrsplan der Stadt Frankfurt aus dem Herbst 2005 stammt und der Lokale Nahverkehrsplan bzw. seine 1. Fortschreibung aus dem November 2006.

„Voraussetzung ist dringend die Aktualisierung der Pläne – allein schon aufgrund der Bevölkerungsentwicklung.“

Die Überlegungen zur Linie 11 müssten mit den Überlegungen zur RTW integriert werden, meint Nagel und wird konkret: Derzeit fällt die Bahnstrecke zwischen Bad Soden und Höchst noch unter die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO). Würde sie aber von einer Bahn- in eine Straßenbahnstrecke umgewidmet (gemäß Verordnung über den Bau und Betrieb der Straßenbahnen – BOStrab), würde dies auch die Verlängerung der Linie 11 enorm erleichtern. Mit dem beabsichtigten Beitritt der Gemeinden Sulzbach und Bad Soden in den Gesellschafterkreis der RTW GmbH könnte hier ein wichtiger Schritt getan.

In der Vergangenheit gab es zahlreiche Trassenvarianten zur Anbindung des Höchster Bahnhofs, darunter die Überlegung, die Straßenbahn über Brüningstraße und Bolongarostraße zu fahren. Damit würde der Industriepark besser angeschlossen, bei Entfall der Anbindung des Bahnhofs Höchst. Wenn man nun die Planungen für die Verlängerung der Linie 11 zusammen mit der RTW betrachtet, gibt es interessante Perspektiven. Man könnte dann die Linie 11 auf der Trasse der RTW über Höchst bis Industriepark Tor 831 führen und damit zusätzliches Fahrgastpotenzial, nämlich Arbeitnehmer des Industrieparks, entlang der Mainzer Landstraße heben. Stringent wäre dann die Planung einer Wendeanlage am Industriepark für die Straßenbahn.

Wichtig bei allen Überlegungen und Planungen ist, dass die bevorstehenden Planfeststellungsverfahren der RTW nicht behindert bzw. verzögert werden.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben