Fachausschuss Verkehr zu Gast bei der HFM

Nagel: „Die Binnenschifffahrt ist ein wichtiger Wirtschaftsverkehr der leider regelmäßig unterschätzt wird.“

Frank Nagel, Vorsitzender des FA Verkehr, Vorsitzender der CDU Schwanheim/Goldstein
Frank Nagel, Vorsitzender des FA Verkehr, Vorsitzender der CDU Schwanheim/Goldstein
Frankfurt am Main, 29. Januar 2018 - Der Fachausschuss Verkehr der Frankfurter CDU war zu Gast bei der HFM Managementgesellschaft für Hafen und Markt und bekam interessante Einblicke über die Bedeutung der Binnenschifffahrt für Frankfurt.

Nach Straße, Luft und Schiene beschäftigte sich der Fachausschuss Verkehr der Frankfurter CDU, dessen Vorsitz Frank Nagel bekleidet, bei seiner fünften Sitzung mit der Binnenschifffahrt und deren Problem am Wirtschaftsstandort Frankfurt am Main.

Die Binnenschifffahrt ist ein regelmäßig unterschätzter Logistikbereich. Im Areal des 140 ha großen Hafen- und Industriegeländes werden im Jahr über 2.000 Schiffe mit 2,7 Millionen Tonnen be- und entladen. Die Hafenbahn bewegt im Jahr mit Gleislängen von etwa 50 km mehrere Tausend Güterwagen mit einem Volumen von über 600.000 Tonnen.

Zudem sind im Bereich der HFM 110 Unternehmen angesiedelt und beherbergen eine nicht zu vernachlässigende Anzahl von rund 8.000 Arbeitsplätzen am Hafen. Die dort angesiedelten Unternehmen unterschiedlicher Branchen bieten einen heterogenen Ansiedlungsmix und eine hohe Krisensicherheit.

Wie alle Flächen steht auch das Hafengebiet im Interesse verschiedener Akteure: Wohnungen, Schulen, Kitas und Verkehr beanspruchen große Flächen. Die Aufgabe des Westhafens als Wirtschaftsstandort im Rahmen des Konzeptes „Hafen 2000+“ hat gezeigt, dass die Kompensation der Verkehrsleistung, geschuldet dem Flächenverlust, wenn überhaupt nur sehr langsam erfolgen kann.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank, Geschäftsführer Ralf Karpa und Pressesprecherin Bianca Winkel zeigten eindrucksvoll, dass der 2013 erfolgte Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zur „Sicherung des Osthafens 2050+“ die Voraussetzung für die zukünftige Sicherung des Wirtschaftsstandortes am Main ist. Kurze Wege und langfristige Zusammenarbeit bilden den Erfolg für die gewachsenen Strukturen eines über 100 Jahre alten geschlossenen Industrie- und Gewerbegebietes. Der kombinierte Verkehr sorgt für flexible Lieferketten und für eine Entlastung der Straßen und Schienen, denn 1 Binnenschiff ersetzt 100 LKWs. Weitere Vorteile sind außerdem die gesteigerte Energieeffizienz, die Umweltschonung und der geringere Geräuschpegel durch die Binnenschifffahrt.

Zukünftig muss noch geklärt werden, wie man den größten hessischen Binnenhafen als Interessenvertreter etablieren kann und die Infrastruktur in und um den Hafen stärkt; es muss weiter investiert werden.

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