Daum: Für kundenorientierte RMV-Preise in Frankfurt

CDU-Fraktion will ein attraktives Preisgefüge und mehr Investitionen im ÖPNV

Martin Daum, CDU-Stadtverordneter, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Römerfraktion
Martin Daum, CDU-Stadtverordneter, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Römerfraktion

Frankfurt am Main, 21. September 2017 - Die CDU-Fraktion im Römer hat auf ihrer gestrigen Fraktionssitzung den beigefügten Antrag für ein neues ÖPNV-Preiskonzept für das Stadtgebiet von Frankfurt am Main beschlossen.

Das Konzept mit Darstellung auch der finanziellen Auswirkungen soll nach Beschlussfassung durch die Stadtverordnetenversammlung und auch in seiner Fortschreibung die Grundlage für die Position der Stadt Frankfurt bei zukünftigen Verbundtariffestlegungen im Aufsichtsrat des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) sein.

„Wir wollen ein attraktives Preisgefüge und mehr Investitionen im ÖPNV“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Martin Daum. Die CDU-Fraktion will Daum zufolge unter anderem mit einer sehr deutlichen Senkung der Einzelfahrscheine außerhalb der Spitzenverkehrszeiten eine Erhöhung der ÖPNV-Nutzerzahl erreichen sowie die Monats- und Jahreskarten von der zuletzt im RMV-Aufsichtsrat beschlossenen jährlichen Preiserhöhung um 1,5% ausnehmen, um zusätzliche Stammkunden

zu gewinnen. „Das wäre wirklich ein kundenorientiertes Angebot“, so Daum, der außerdem die Tarifsprünge für Fahrten über kurze Entfernungen in Nachbargemeinden, beispielsweise von Fechenheim nach Offenbach, für unverhältnismäßig hält. Weiterhin müssten auch Vergünstigungen für Senioren, die deren besonderer Einkommenssituation Rechnung trägt,
und die Einführung neuer Tarifangebote zu einem solchen Konzept gehören.

„Die besten Fahrpreise sind aber wertlos, wenn der ÖPNV den Fahrgästen kein überzeugendes Leistungsangebot machen kann“, so Daum weiter. Fahrtziele müssten schnell, bequem und verlässlich erreichbar sein. „Deshalb sind Investitionen in die Infrastruktur von Bussen und Bahnen und auskömmliche Finanzmittel für den Betrieb grundlegend. Sie müssen sich an der künftigen Nachfrageentwicklung, etwa aufgrund neuer Baugebiete, orientieren. Hierzu sollte jährlich eine Projektliste vorgelegt werden, um
notwendige Entscheidungen rechtzeitig und vorausschauend treffen zu können“, erläuterte Daum eine weitere Forderung in dem Antrag.

Der CDU-Antrag wird in einem nächsten Schritt den Koalitionspartnern von SPD und Grünen zur Beratung übersandt mit dem Ziel, einen gemeinsamen Antrag der Koalition vorzulegen.

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