CDU Praunheim/Westhausen besuchte die Freiwillige Feuerwehr Praunheim

Ein Nachbar unter Nachbarn

Frankfurt am Main, 28. August 2017. Wir hören sie. Manchmal sehen wir sie. Wir sind froh, wenn wir sie nicht brauchen. Doch wir sind dankbar, dass es sie gibt: Die Feuerwehr.

In Frankfurt haben wir sowohl die Berufsfeuerwehr, als auch - in den meisten Stadtteilen - die Freiwilligen Feuerwehren. Die CDU Praunheim/Westhausen schuf jetzt im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Hallo Nachbar!“ die Gelegenheit, Praunheims Freiwillige Feuerwehr näher kennen zu lernen.

 
Zu Beginn des Abends, nach der Begrüßung durch den CDU-Vorsitzenden Thomas Rätzke,  gaben der Wehrführer Markus Döpfner und weitere Kameraden einen Überblick über die Freiwilligen Feuerwehren im Allgemeinen und die Praunheimer im Besonderen. So werden zwischen 18 Uhr abends und 6 Uhr morgens - beziehungsweise an Wochenenden und Feiertagen rund um die Uhr (24 Stunden lang) - die örtliche Freiwillige und die Berufsfeuerwehr gemeinsam alarmiert. Bei sogenannten Großschadensfällen wird die Freiwillige Feuerwehr auch während der allgemein üblichen Arbeitszeit alarmiert. Ihr Einsatzgebiet kann dann auch überörtlich sein. Die Leitzentrale der Berufsfeuerwehr entscheidet entsprechend dem Notruf, welche Alarmierung durchgeführt wird. Interessanter Weise wurde in diesem Zusammenhang auch das in Frankfurt eingeführte Staffelkonzept erklärt.  
 
Durch die Einführung von Rauchmeldern in den meisten Frankfurter Wohnungen ging bisher glücklicherweise die Zahl der Einsätze zur Brandbekämpfung deutlich zurück. Heute sind oft Hilfeleistungseinsätze (z.B. Baumbeseitigungen nach Stürmen, Türöffnungen, Verkehrsunfälle etc.) Grund für eine Alarmierung. Voller Stolz wurde der CDU Praunheim/Westhausen auch vorgetragen, dass sie mitunter auch schon vor der Berufsfeuerwehr am Einsatzort sind. Und dies, obwohl die Stadt Frankfurt von ihrer Feuerwehr verlangt, statt nach den Regeln innerhalb von zehn Minuten schon innerhalb von sieben Minuten mit der ersten Mannschaft am Einsatzort zu sein.
 
Die Praunheimer Freiwilligen sind mit Recht stolz darauf, vor 25 Jahren die erste "Mini-Feuerwehr" gegründet zu haben. Hier bekommen die "Minis" (derzeit etwa 30) im Alter von vier bis zehn Jahren spielerisch u. a. auch etwas von vorbeugendem Brandschutz mit. In der Jugendfeuerwehr (etwa 30 Kameraden und Kameradinnen) im Alter von zehn bis 17 Jahren werden schon Kenntnisse und Fähigkeiten der Feuerwehr (wie Brandbekämpfung) vermittelt.
 
In der Einsatzabteilung der Praunheimer Feuerwehr sind etwa 50 "Nachbarn" aktiv. Da sie hoheitliche Aufgaben wahrnehmen, sind sie entsprechen auch der Frankfurter Feuerwehr angegliedert. Weitere Mitlieder des Feuerwehrvereins sind darüber hinaus die fördernden und die Ehrenmitglieder, etwa 250. Anschließend ging es durch das Gerätehaus zur Fahrzeughalle. Man merkte sofort, dass dies inzwischen viel zu eng ist. Ein zeitgemäßes Gebäude ist dringend nötig. An den Fahrzeugen erklärten der Wehrführer Döpfner und der Maschinist Uwe Wöllenstein die Fahrzeuge und die Ausrüstung.
 
Im Rahmen des Gesprächs konnte man das Engagement zum Helfen den anwesenden Kameraden förmlich spüren. Betrübt war man lediglich über Unverständnis mancher Mitbürger. So sind rücksichtsloses Fahrverhalten und Beschwerden über die Sirenen auf dem Weg zum Einsatz noch das harmlosere Übel. Deutlich zu beklagen ist, dass Einsatzkräfte bedroht werden, weil während des Löschens das Einsatzfahrzeug anderen im Weg steht, oder sie sogar mit Feuerwerksraketen beschossen werden. Vereinzelt ist sogar schon Polizeischutz nötig gewesen, um Hilfsmaßnahmen durchzuführen. Zum Abschluss der lehreichen Führung erfolgte eine Fahrt durch Praunheim, um den Gästen zu vermitteln, wie schwer es ist, auf der Fahrt zum Einsatz die persönliche Schutzausrüstung anzuziehen. Dankbar waren die Gäste nicht nur für diese wichtigen Einblicke, sondern für die Gewissheit, dass andere ihre Freizeit dafür opfern, ihnen in Praunheim im Notfall zu helfen.

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