Bettina M. Wiesmann vor Ort – Besichtigung der polizeilichen Beratungsstelle und des 1. Reviers

Die Frankfurter Landtagsabgeordnete Bettina M. Wiesmann nutzte die erste Ferienwoche für sicherheitspolitische Informationsbesuche

Bettina M. Wiesmann MdL, CDU-Direktkandidatin für den Bundestagwahlkreis 183 (Frankfurt II)
Bettina M. Wiesmann MdL, CDU-Direktkandidatin für den Bundestagwahlkreis 183 (Frankfurt II)

Wiesbaden/Frankfurt am Main, 06. Juli 2017. Wiesmann besichtigte zunächst die polizeiliche Beratungsstelle auf der Zeil. Hier ließ sie sich über den Schwerpunkt Wohnungseinbruchdiebstahl (WED) informieren.

Wiesmann zeigte sich erfreut über die rückläufige Tendenz der Fallzahlen, insbesondere da diese  bereits 2015 dem bundesweit‎ noch steigenden Trend entgegenstanden. „Auch im letzten Jahr gab es in Frankfurt wieder einen deutlichen Rückgang der WED-Fallzahlen auf 1.843 Fälle- den niedrigsten Wert seit 2010“, freute sich Wiesmann. Sie zeigte sich überzeugt, dass die Präventions- und Aufklärungsarbeit der Polizei im Allgemeinen und der Beratungsstelle im Besonderen Früchte trägt. Sehr positiv sei im Übrigen der Anstieg der nur versuchten WED, der mit 47,6 Prozent den höchsten Anteil der letzten 20 Jahre ausmacht.

Wiesmann ließ sich unter anderem über neueste Sicherheitstechnik sowie das Projekt „Wachsamer Nachbar“ informieren. Sie lobte darüber hinaus die Strafschärfungen auf Bundesebene und begrüßte vor allem die Aufwertung des Wohnungseinbruchsdiebstahls in dauerhaft genutzte Privatwohnungen zum Verbrechen. „Endlich sind nun Funkzellendatenabfragen sowie Standortdatenabfragen möglich“, erklärte die Abgeordnete.

Wiesmann sicherte zu, sich auf Landes- und Bundesebene für weitere Verbesserungen auf dem Gebiet der Prävention einzusetzen. So müsse man unter anderem dafür sorgen, dass bereits auf Planungsebene eines‎ Neubaus aktuelle Zertifizierungsstandards bezüglich der Fenster eingehalten würden. Wiesmann bezeichnete eine Regelung analog zu den Niederlanden hier als notwendig- eine Änderung der Hessischen Bauordnung müsse geprüft werden. „Ebenso sollte bereits in der Ausbildung von Architekten und Bauingenieuren darauf hingewirkt werden, aktuelle Kenntnisse zu Sicherungsmaßnahmen noch stärker zu vermitteln“, forderte Wiesmann. Eine KfW-Förderung alleine reiche nicht aus.

„Ein Wohnungseinbruchsdiebstahl stellt einen erheblichen Angriff auf die Privatsphäre dar, unabhängig von dem zweifellos ebenfalls beklagenswerten materiellen Schaden“, fasste Wiesmann ihren Besuch zusammen. Gerade deshalb sei es über die Aufklärungsarbeit hinaus wichtig, auch die länderübergreifende Zusammenarbeit weiter auszubauen.

Im Anschluss besuchte Wiesmann das benachbarte 1. Polizeirevier. „Jenseits des Informationscharakters möchte ich mit solchen Gesprächen meine Anerkennung für die Polizeiarbeit zum Ausdruck bringen. Gerade in Zeiten zunehmender Gewaltbereitschaft gegenüber Polizeibeamtinnen und –beamten war mir dies ein Anliegen gegenüber der neuen Revierleitung“, betonte Wiesmann. Sie zeigte sich beeindruckt von der professionellen Bewältigung der vielfältigen Versammlungs- und Einsatzlagen des Schwerpunktreviers. So begleiten die Beamten in einem Jahr um die 1000 Versammlungen. „Die von der Hessischen Landesregierung vorgenommenen deutlichen Personalzuwächse bei der Landespolizei sind vor diesem Hintergrund ein richtiger und wichtiger Schritt“, so die Landtagsabgeordnete.

Wiesmann nutzte den Besuch auch, um sich ein Bild über die unmittelbare Nachbarschaft des Reviers vermitteln zu lassen. Der Kriminalitätsschwerpunkt Allerheiligenviertel müsse weiterhin unverändert stark ins Visier genommen werden, so die Abgeordnete. „Es ist in meinen Augen dringend erforderlich, dass die Stadt Frankfurt vor allem bei der Videoüberwachung voran kommt“, so Wiesmann. „Hier muss sich insbesondere im Allerheiligenviertel bald etwas tun“, forderte sie ‎„Längeres Zuwarten ist schädlich für die Kriminalitätsbekämpfung.“

Zum Abschluss informierte sich Wiesmann, die in der Landtagsfraktion als Sprecherin für Familienpolitik fungiert, über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei der Frankfurter Polizei. „Der positive Eindruck aus meiner Arbeit im Hessischen Landtag hat sich bestätigt. Die Polizei Frankfurt hat nicht nur in diesem Jahr das Gütesiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ erhalten, was sich unter anderem an den vielfältigen Arbeitszeitmodellen und der hohen Zahl von Telearbeitsplätzen zeigt. Zudem ist die Frankfurter Polizei seit kurzem Mitglied des Frankfurter Bündnisses für Familien, wodurch die Netzwerkarbeit weiter ausgebaut werden wird“, stellte die Familienpolitikerin zufrieden fest.‎

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