Zu Löwenstein: Eine Tat gegen Freiheit und Toleranz

CDU-Fraktion verurteilt Gewaltausbruch gegen Ausstellung des Jüdischen Museums

Michael zu Löwenstein, Vorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Michael zu Löwenstein, Vorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Frankfurt am Main, 19. Juni 2017 - Die CDU-Fraktion im Römer verurteilt die mutwillige Zerstörung von Teilen der auf dem Rathenauplatz gezeigten Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“.

„Wir hoffen, dass die Täter gefasst werden. Sie haben sich mit ihrem feigen Tun gegen Freiheit und Toleranz gestellt“, erklärte der Fraktionsvorsitzende Michael zu Löwenstein. Wie heute bekannt wurde, sind in den Nächten des vergangenen  Wochenendes die für die Präsentation im öffentlichen Raum eigens angefertigten Ausstellungsskulpturen der Leichtathletin Lilli Henoch und des Fußballspielers Walther Bensemann mit brachialer Gewalt zerstört worden. „Es ist nicht auszuschließen, dass es sich um eine Tat aus antisemitischen Beweggründen handelt. Das dürfen wir in Frankfurt am Main auf keinen Fall achselzuckend hinnehmen. In Zeiten, in denen die deutsche Erinnerungskultur an den Holocaust infrage gestellt wird, ist es besonders wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger achtsam sind und sich gegen solchen Hass engagieren“, so Löwenstein, der dazu aufrief, sich mit dieser Ausstellung auseinanderzusetzen.

Sie wird als aktuelle Wechselausstellung des Jüdischen Museums noch bis zum 7. Juli auf dem Rathenauplatz gezeigt. Vorgestellt werden herausragende deutsch-jüdische Sportlerpersönlichkeiten, die während der NS-Zeit diskriminiert, vertrieben, deportiert, ermordet wurden.

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