Prof. Dr. Matthias Zimmer MdB
Prof. Dr. Matthias Zimmer MdB

Berlin/Frankfurt am Main, 31. Mai 2017. Die Zahl der Erwerbslosen ist im Mai weiter zurück gegangen und die Arbeitslosenquote um 0,2 Punkte auf 5,6 Prozent gesunken.

Im Mai waren 71.000 Menschen weniger erwerbslos als noch im April. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Erwerbslosen um 166.000 zurückgegangen. Der Frankfurter CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias Zimmer erklärte, der Arbeitsmarkt sei weiterhin in sehr robuster Verfassung und die Wirtschaft boome: „Darauf ausruhen dürfen wir uns aber nicht. Wir befinden uns mitten in großen Umbrüchen und Veränderungen. Der Demografische Wandel, die Digitalisierung und auch die Arbeitsmarktintegration der vielen zu uns geflüchteten Menschen stellen uns vor große Herausforderungen. Berufliche Weiterbildung und Qualifizierung sind zentral, wenn wir den Arbeitsmarkt weiterhin auf einem guten und stabilen Niveau halten wollen. Wir müssen Weiterbildung als lebenslangen Prozess begreifen.“

Gerade bei Geringqualifizierten und Älteren müsste genau überlegt werden, wie die Menschen für Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen gewonnen werden können. Es bedarf jedoch auch einer Neuorientierung im Umgang mit Langzeitarbeitslosen. „Gesellschaftliche Teilhabe muss durch sinnvolle Beschäftigung stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Für diejenigen, die auf absehbare Zeit keine Chance der Integration in den Arbeitsmarkt mehr haben, brauchen wir neue Instrumente“, so Zimmer. Es sei verheerend, wenn für sie der Eindruck entstehe: ‚Ihr seid abgehängt und wir brauchen euch nicht mehr.‘

Zimmer plädierte dafür, diese Menschen für marktferne, aber ehrenamtliche und gemeinwohlfördernde Tätigkeiten zu aktivieren und ihnen einen Mehraufwand zu entschädigen. Im Gegenzug würden sie dauerhaft von allen weiteren Aktivierungsmaßnahmen befreit. „Es geht darum, Verhaltensweisen aufzubrechen, die sich ausbilden, wenn man das Gefühl hat, nicht mehr gebraucht zu werden. Das kann auch eine stabilisierende Wirkung auf das soziale Umfeld von Langzeitarbeitslosen haben und auch die „Vererbung“ des ALG II-Bezugs verhindern“, so Zimmer abschließend.

 

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