Wiesmann: Bundesumweltministerium zerschlägt kostbares Porzellan in der Diskussion um die Zukunft von Stadt und Land – Ministerin sollte Kampagne sofort stoppen

Kampagne „Neue Bauernregeln“

Bettina M. Wiesmann MdL, CDU-Direktkandidatin für den Bundestagwahlkreis 183 (Frankfurt II)
Bettina M. Wiesmann MdL, CDU-Direktkandidatin für den Bundestagwahlkreis 183 (Frankfurt II)
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 07. Februar 2017. Die Frankfurter Landtagsabgeordnete Bettina M. Wiesmann zeigt sich irritiert über die Kampagne „Die neuen Bauernregeln“ des SPD-geführten Bundesumweltministeriums und die rechtfertigenden Stellungnahmen der Ministerin.

„Mit dieser Kampagne gegen den bäuerlichen Berufsstand werden diejenigen, die einen entscheidenden Beitrag zu unserer aller Ernährung leisten und bereits sehr viel für den Schutz der Umwelt und die Pflege unserer Kulturlandschaften tun, diffamiert und der Lächerlichkeit preisgegeben“, so Wiesmann, die für die CDU im Wahlkreis 183 (Frankfurter Norden, Osten und Süden) für den Deutschen Bundestag kandidiert.
 
Gerade das Bundesumweltministerium, so Wiesmann weiter, müsse interessiert sein, dass Städter und ländliche Bevölkerung sich über ihre und des anderen jeweilige Bedeutung im klaren seien und Verständnis füreinander aufbrächten. „Statt sich diesem Ziel zu widmen und daran mitzuwirken, dass die bereits heute wichtige Rolle der Landwirtschaft auch für den Klima- und Umweltschutz gesehen und weiter ausgebaut wird, macht sich das Ministerium über den bäuerlichen Berufsstand nachgerade lustig und bedient Klischees, die mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun haben. Das ist fahrlässig, weil es Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausspielt, die an der Zukunft unserer hochentwickelten Gesellschaft im übergeordneten Interesse mitwirken müssen“, unterstrich Wiesmann und  verwies im Besonderen auf die ökologische Landwirtschaft.
 
Wiesmann, die im innerstädtischen Nordend lebt, hob weiter die Bedeutung der Landwirtschaft auch für eine Großstadt wie Frankfurt hervor. „Ein Sechstel des Frankfurter Stadtgebiets wird landwirtschaftlich genutzt. Der Ackerboden gilt hier als besonders wertvoll, in ganz Frankfurt gibt es noch rund 90 landwirtschaftliche Betriebe. Urban geprägte Quartiere profitieren von den eher ländlich geprägten Stadtteilen, beispielsweise im Frankfurter Norden, aber auch umgekehrt. Diese wechselseitigen Vorteile müssen bei allen Überlegungen zur mittelfristigen Stadtentwicklung immer wieder bedacht und berücksichtigt werden. Eine Stimmungsmache wie diese Kampagne des Bundesministeriums leistet hierzu überhaupt keinen Beitrag, sondern zerschlägt unnötig kostbarstes Porzellan, nämlich die Aufgeschlossenheit der Menschen füreinander, und die Bereitschaft zu Abwägung und Kompromiss. Dass die Ministerin trotz der massiven Kritik an ihrer Linie festhält, kann die Grundlagen einer sachlichen und ernsthaften Debatte in wichtigen Zukunftsfragen dauerhaft beschädigen und lässt jede Urteilskraft vermissen“, so Wiesmann abschließend.
 

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