CDU-Fraktion im Ortsbeirat 10 fordert SPD auf, Angriffe auf Ehrenamtliche und Vereine zu unterlassen

„Sozialdemokraten sollten ihren Genossen Schomburg zur Ordnung rufen“

Gero Gabriel, Vorsitzender der CDU Frankfurt Nord-Ost, Vorsitzender der CDU-Fraktion im OBR 10
Gero Gabriel, Vorsitzender der CDU Frankfurt Nord-Ost, Vorsitzender der CDU-Fraktion im OBR 10
Frankfurt am Main, 19. Oktober 2016 - Mit Befremden und starker Kritik hat die CDU-Fraktion im Ortsbeirat 10 auf einen Antrag der SPD für die kommende Sitzung des Stadtteilegremiums reagiert.

In einem durch den langjährigen Eckenheimer SPD-Ortsbeirat Kurt Schomburg eingebrachten Antrag kritisieren die Sozialdemokraten den Eckenheimer Heimatverein. Eine an dem kürzlich sanierten Eckenheimer Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges angebrachte Informationstafel weist unter anderem auf die Homepage des Heimatvereins hin. Schomburg fordert in seinem Antrag, dass dieser Verweis entfernt werden müsse, da die entsprechenden Erläuterungen „irreführend, unvollständig und einseitig parteiisch“ seien.

„Der Eckenheimer Heimatverein hat umfassend die Sanierung des Ehrenmals gefordert und begleitet. Bei allem Respekt vor den weiteren Beteiligten: die Sanierung ist maßgeblich der Arbeit des Heimatvereins zu verdanken. Unter seiner Federführung wurden fast alle Namen der Gefallenen rekonstruiert“, erklärte Gero Gabriel, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Ortsbeirat 10. So wurde - zugegebenermaßen abweichend von früheren Planungen hinsichtlich eines Verweises auf eine Seite der Stadt Frankfurt - im Rahmen der Abstimmung zwischen allen Beteiligten entschieden, auf der Infotafel auf die Arbeit des Heimatvereins mittels eines QR-Codes hinzuweisen. „Dass Herr Schomburg sich an diese Koordinierung des federführenden Kulturamtes und der weiteren Beteiligten nicht gebunden fühlt, ist bedauerlich. Dass Herr Schomburg die unseres Erachtens ausgeglichene und informative Darstellung auf der Homepage kritisiert: auch das ist  bedauerlich. Ein solches Verhalten löst schon für sich alleine gesehen Kopfschütteln aus", so Gabriel weiter.

Es sei aber höchst fragwürdig, eine solche Kritik direkt mittels eines Ortsbeiratsantrags zu formulieren. Hier würde es der Anstand eines Kommunalpolitikers verlangen, zunächst das direkte Gespräch mit dem Heimatverein zu suchen. Der Vorgang stehe leider in bedauernswerter Parallelität zu Schomburgs Polemik gegenüber dem Eckenheimer Traditionsverein Viktoria Preußen. So kritisierte er in einem Antrag für die Juni-Sitzung des Ortsbeirates 10 Ruhestörungen im Rahmen von Veranstaltungen des Vereins. „Diese Ruhestörungen waren auch anderen Ortsbeiräten bekannt und wurden seitens des Vereins auch eingeräumt, verbunden mit der Zusicherung, sie in Zukunft zu vermeiden. Natürlich ist es Aufgabe eines Ortsbeirates, sich gerade um solche Störungen zu kümmern. Auch hier wurde aber direkt eine überzogene Kritik mittels eines Antrags formuliert, statt vermittelnd und ausgleichend zunächst auf den Verein einzugehen“, kritisierte Gabriel. Auch im kleinen Kreis habe man im Rahmen der Sitzung erfolglos versucht, hier auf Schomburg einzuwirken. Es sei bedauerlich, dass Schomburg nun schon wieder lospoltere.

„Ortsbeiräte sollten an der Seite der Vereine und der Ehrenamtlichen stehen. Gerade Kommunalpolitiker müssten wissen, wie wichtig das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern für unsere Gesellschaft ist. Bei allem Recht zu Kritik an den Ehrenamtlichen sollte man diese zielführend und ausgleichend vorbringen. Schomburgs Gepoltere hingegen sei ein erneuter Schlag ins Gesicht für alle Ehrenamtlichen. „Seitens der Union vor Ort hoffen wir stark darauf, dass die Kollegen der SPD auf ihr Fraktionsmitglied Schomburg endlich mäßigend einwirken und ihn zur Ordnung rufen“, so Gabriel abschließend.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben