CDU-Kreisvorsitzender hält Kinderehen für unvereinbar mit Werten in Deutschland

Kinderehen müssen verboten werden

Stadtrat Uwe Becker, Kreisvorsitzender der Frankfurter CDU
Stadtrat Uwe Becker, Kreisvorsitzender der Frankfurter CDU
Frankfurt am Main, 15. Juni 2016. „Was andernorts vielleicht Praxis ist, ist noch lange nicht mit unserem Recht und unseren Werten vereinbar und wenn es hier gesetzliche Lücken gibt, dann müssen wir diese zügig schließen.

Und die Verheiratung junger Mädchen passt auf keinen Fall zu den Wertvorstellungen in unserem Land“, so äußerte sich heute der Kreisvorsitzende der Frankfurter CDU, Uwe Becker, zu den Fällen, in denen nach Europa einreisende Männer mit „Kinderfrauen“ Aufenthalt in Deutschland suchen.

 
„Wenn junge Mädchen in ihren Herkunftsländern mit erwachsenen Männern verheiratet werden, dann ist dies weit entfernt von unseren Prinzipien der Gleichberechtigung oder dem besonderen Schutz Minderjähriger und stellt einen Verstoß gegen Anstand und Moral im 21. Jahrhundert dar. Deshalb müssen wir zügig dafür sorgen, dass etwaige Lücken im deutschen Recht geschlossen werden und es zur Aberkennung derartiger Kinderehen kommt“, sagte Becker.
 
Nach deutschem Recht gelten für die Heirat Minderjähriger bisher strenge Vorgaben. Nur in Ausnahmefällen und unter besonderer Beachtung des Wohls des bzw. der Minderjährigen kann das Familiengericht bei vorliegender Ehemündigkeit ab einem Alter von 16 Jahren die Ehe erlauben, wenn der jeweilige Ehegatte volljährig ist. „Gegebenenfalls muss auch die Ehemündigkeit nach unseren Gesetzen generell auf das 18. Lebensjahr erhöht werden, wenn sich die derzeit diskutierten Kinderehen nicht anders unterbinden bzw. aberkennen lassen. Die Frankfurter CDU wird sich auf jeden Fall in den Gremien der Partei für eine Gesetzesänderung und ein Verbot von Kinderehen einsetzen“, erklärte Becker heute.

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