Frankfurt ist mehr: Erste Start Up Safari der MIT Frankfurt

Politik trifft Start Up - MIT tourt durch Frankfurt und besichtigt innovative Start Ups aus der Mainmetropole

Kim Körber (li.) von blackchili führte ins Thema Start Up ein. Christoph Fay (re.) begrüßte die Teilnehmer
Kim Körber (li.) von blackchili führte ins Thema Start Up ein. Christoph Fay (re.) begrüßte die Teilnehmer
Frankfurt am Main, 22. Februar 2016 - Ein Safari-Bus, sechs innovative Start Ups und über 37 km kreuz und quer durch Frankfurt. Das war die erste Start Up Safari der Wirtschafts- und Mittelstandsvereinigung Frankfurt.

Unter dem Motto Politik trifft Start Ups tourten am 18. Februar Vertreter der MIT Frankfurt durch die Start Up Szene der Stadt. Den Auftakt machte die Safari-Gruppe in den Räumen des Gründerzentrums Frankfurt auf der Hanauer Landstraße. Kim Körber von blackchili eröffnete mit einem kurzen Impuls zum Thema Start Up nach dem der stellvertretende MIT-Vorsitzende Christoph Fay die Safari eröffnete.

Die erste Station der Safari war das Start Up evalea. Die evalea GmbH ist eine Ausgründung der Universität Bayreuth, die aber der Nähe zu den Kunden nach Frankfurt kamen, so Timo Riedle, einer der Gründer der evalea GmbH. Entscheidend dafür, dass das junge Start Up im Gründerzentrum Kompass Räume mietete, sei der unschlagbare Mietpreis. „Die Quadratmeterpreise sind bei der Standortwahl ein wichtiges Kriterium“,  räumte Timo Riedle ein. Das Start Up hat für Unternehmen eine kostensparende und effiziente Lösung entwickelt Fortbildungsmaßnahmen objektiv zu bewerten.

Daniel Putsche, Gründer von CandyLabs, sensibilisierte die Safari Teilnehmer für digitale Anwendungen. Dass eine App für das Smartphone das Ergebnisse eines langen Prozesses ist, erklärte er an praktischen Beispielen. So berät die CandyLabs GmbH Kunden relevante Inhalte für Apps zu finden. Doch Apps sind nur die Schnittstelle zu Kunden. Vorher geht es auch um komplexe Technik. Das Team betrachtet auch welche Daten durch Sensoren, Bluetooth oder RFID gewonnen und genutzt werden können. Große Datenmengen nutzbar zu machen, ist eine Kernkompetenzen der CandyLabs GmbH. 2015 beispielsweise gewann das Team den Hackathon der Deutschen Bahn AG.

Das sparen so einfach sein kann, war für viele Teilnehmer der Start Up Safari neu. Dr. Oliver Vins, Gründer und CEO der vaamo AG, zeigt genau das. Bei der dritten Station schaute die Gruppe bei der vaamo AG vorbei. Das Frankfurter Start Up, das auch zu den bekanntesten Fintechs gehört, setzt gerade zu einer Revolution des Sparens an. Dabei setzt das Team um Dr. Oliver Vins besonders auf Benutzerfreundlichkeit. Das Motto: Vierstündige Beratungsgespräche sind überholt. Der Nutzer will selber entscheiden und flexibel sein.

Die vierte Station in Frankfurt Bockenheim war bei der cobi GmbH. Das deutsche Start Up mit einer Niederlassung in San Francisco kombiniert die Handynutzung mit Fahrradfahren. Eine Kombination, die insbesondere in Großstädten immer bedeutender wird. cobi ist Fahrradzubehör, die Fahrradfahren sicherer und bequemer macht. Dass dies auch für das Downhill-Biken gilt, zeigte Tom Acland, Co-Founder bei cobi. Fahrradfahren wird nicht mehr das sein, was wir noch aus unserer Kindheit kennen. Das ist den Teilnehmern spätestens nach dem Besuch bei cobi klar geworden.

Start Ups und Gründer, die mit ihrer Idee auch gesellschaftliche Probleme lösen wollen, finden im Social Impact Lab eine Heimat. Was junge Start Ups erwartet, wenn sie in das Programm des Labs aufgenommen wurden, erklärte Farid Birdardel vom Social Impact Lab. Aktuell sind zum Beispiel Bishan Bakhrom und Dario Hergarden im Lab. Bishan entwickelt parallel zum Studium ein Nahrungsergänzungsmittel, das für Diabetiker geeignet ist. Der Prototyp hat hat den Arbeitstitel „Nutri-pes“ doch Bishan denkt bereits über einen neuen Namen nach. Die Namensfindung hat Dario Hergarden schon abgeschlossen. Sein Start Up ist unter Racing Hilde bekannt. Mit digitalen Fahrtrainings für Senioren hilft Racing Hilde Senioren gegen altersbedingte Fahruntauglichkeit vorzubeugen.

Von Bockenheim ging es über den Main nach Goldstein. In den ehemaligen Räumen einer Frankfurter Bäckerei hat jetzt Lizza seinen Produktionsstandort bezogen. Hinter Lizza stecken Mark Schlege und Matthias Kramer. Die beiden Gründer haben mit einer guten Idee aus sicheren Jobs in etablierten deutschen Unternehmen heraus gegründet. Lizza ist ein Pizzateig, der glutenfrei und arm an Kohlehydraten ist. Damit ist er kern gesund und eine echte Alternative. Davon haben sich die Safari-Teilnehmer selbst vor Ort überzeugt. Welches technische Wissen die Gründer mittlerweile über die Verarbeitung von Leinsamteig haben, ist einzigartig für die Branche. Lizza zeigt wie wichtig der technische Vorsprung durch Wissen ist.

Nach dem wilden Safari durch ganz Frankfurt hat Oliver Naegele Staatsminister Rhein und die Start Up Touristen im Fintech Headquarter zu einem Get Together empfangen. Dabei hat er kurz in die aktuelle Diskussion über das Thema Fintech eingeführt. Staatsminister Rhein lobte das Format der Start Up Safari und erläuterte im Gespräch mit den Start Ups, welche Möglichkeiten er seitens der Landesregierung sieht.

 

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