CDU-Fraktion fordert mehr Respekt für Frankfurter Landwirte

Schwander: Aussagen auf DGB Neujahrsempfang sind ein Affront

Yannick Schwander, Vorsitzender der CDU-Fraktion im OBR 13, Stadtverordnetenkandidat für die Kommunalwahl 2016
Yannick Schwander, Vorsitzender der CDU-Fraktion im OBR 13, Stadtverordnetenkandidat für die Kommunalwahl 2016
Frankfurt am Main, 11. Januar 2016 - Die CDU-Fraktion im Ortsbeirat 13 fordert nach dem Neujahrsempfang des DGB in Frankfurt mehr Respekt gegenüber der Frankfurter Landwirte ein.

Sowohl DGB-Chef Harald Fiedler, als auch der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt hatten mit abfälligen Bemerkungen die Stellung der Frankfurter Landwirte niedrig und den Bau einer Trabantenstadt höher gestellt. „Herr Fiedler und Herr Feldmann üben sich hier als Brandstifter in einer Diskussion, die am Ende Interessen und Berufsgruppen gegeneinander ausspielt. Ihre Aussagen sind ein deutlicher Affront gegen die Frankfurter Landwirte“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der CDU im Ortsbeirat, Yannick Schwander, hierzu.

 
Wenn der Chef des Gewerkschaftsbundes davon spreche, dass Frankfurt vor der Wahl zwischen Großstadt und Bauerndorf stünde, dann spiele er mit der Existenz vieler fleißiger Landwirte und deren Familien. „Herr Fiedler sagt man brauche mehr Wohnraum für Facharbeiter, Krankenschwestern und Polizisten. Dem stimmen wir zu, aber wir können nicht die einen Berufsgruppen gegenüber andern ausspielen. Das ist unredlich und ein gefährliches Spiel. Zumal seine Aussagen an Respektlosigkeit nicht zu überbieten sind“, so Schwander, der feststellt, dass die Diskussion zum Pfingstberg nach und nach mit härteren Bandagen geführt wird. „Der Bau einer Trabantenstadt auf dem Pfingstberg wäre eine Sünde gegenüber der Natur und würde zahlreiche Existenzen von Landwirten, deren Familien und deren Mitarbeiter stark gefährden. Wer dies als Gewerkschaftschef und sozialdemokratischer Oberbürgermeister in Kauf nimmt, hat seinen Beruf verfehlt“, findet Schwander deutliche Worte.
 
Von OB Feldmann sei man dies mittlerweile leider gewohnt. „Herr Feldmann generiert sich ja gerne als Oberbürgermeister aller Frankfurter. Das ist er aber ganz und gar nicht, wenn er nicht langsam versteht, dass die Landwirtschaft in Frankfurt nicht nur lange Tradition hat, sondern auch zum Frankfurter Leben dazugehört“, führt Schwander weiter aus und fragt sich, bei wem Herr Feldmann die sieben Kräuter der grünen Soße zukünftig kaufen möchte, wenn nicht direkt beim Frankfurter Erzeuger?
 
„Herr Feldmann und Herr Fiedler halten eine Trabantenstadt auf dem Pfingstberg für attraktiv. Das ist eine Einstellung, die wir zur Kenntnis nehmen. Sie verkennen neben den Strukturen des Frankfurter Nordens, die Wichtigkeit der landwirtschaftlichen Flächen ganz enorm. Das können wir so nicht stehen lassen. Anscheinend gibt es für die beiden ‚gute Frankfurter Berufe und schlechte Frankfurter Berufe‘. Diese Einteilung lassen wir ihnen aber nicht durchgehen“, erklärt Schwander.
 
Peter Feldmann sprach davon, man könne auf „einige Rübenacker verzichten“. Eine solche Aussage sei schlichtweg anmaßend und respektlos. Wer sich so verhalte und solche Aussagen tätige, habe im Amt eines Oberbürgermeisters nichts zu suchen. „Wir fordern für derlei Aussagen eine Entschuldigung bei allen Frankfurter Landwirten und zwar öffentlich und ausführlich“, so Schwander abschließend.

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