Stadtrat Uwe Becker, Kreisvorsitzender der Frankfurter CDU, Stadtkämmerer der Stadt Frankfurt am Main
Stadtrat Uwe Becker, Kreisvorsitzender der Frankfurter CDU, Stadtkämmerer der Stadt Frankfurt am Main
Frankfurt am Main, 25. November 2015. Aus Anlass des heutigen Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen hat der Kreisvorsitzende der Frankfurter CDU, Uwe Becker, gefordert, den Begriff des „Ehrenmordes“ aus dem Sprachgebrauch und bei der Betrachtung von Strafen zu verbannen.

„Leider wurden und werden auch in unserem Land vor allem Mädchen und Frauen Opfer von bisher so bezeichneten ´Ehrenmorden ´, bei denen bestimmte Familienkreise das Verhalten anderer Familienmitglieder für so verwerflich für die eigene Familienehre werten, dass sie diese deswegen verletzen oder sogar töten“, führte Becker aus. „Die meist heimtückisch begangenen Morde, denen in der Regel Mädchen oder Frauen zum Opfer fallen, haben nichts, aber auch gar nichts mit Ehre zu tun, sondern sind eine Schande für eine zivilisierte Gesellschaft und sollten als das gebrandmarkt werden, was sie sind, nämlich Verbrechen der Heimtücke. Es sind Schandtaten und keine Ehrenmorde“, erklärte Becker.

Deshalb sollte weder im Strafmaß noch in der Sprache der Begriff der Ehre in unserer zivilisierten Gesellschaft überhaupt vorkommen oder eine Rolle spielen. Becker appellierte daher an Medien, die bisher Begrifflichkeiten der Ehre oft schlicht übernommen hätten, um derartige Taten einzuordnen, künftig keine derartigen „Fehlbegriffe“ mehr zu nutzen. In Richtung der Justiz äußerte Becker seine Erwartung einer klaren Grenzziehung, die nicht versuchen dürfe, kulturelles Verständnis zu finden, sondern Grenzen zieht, wo keine anderen Werte gelten dürften als jene unseres demokratischen Rechtsstaates.
 
 

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