Wiesmann: Verständnis für Sorgen der Eltern um Vielfalt und Qualität der Frankfurter Gymnasien - Landesregierung hat zugesagt, Überprüfung im Einzelfall vorzunehmen und nachzusteuern, wo dies erforderlich ist

Stellenumlenkungen in der gymnasialen Oberstufe in Frankfurt

Bettina M. Wiesmann MdL
Bettina M. Wiesmann MdL

Wiesbaden/Frankfurt, 20. November 2015. "Ich habe Verständnis für den Elternappell zu den Stellenumlenkungen in der Oberstufe", äußerte die Frankfurter Abgeordnete Bettina M. Wiesmann, die Mitglied im Schulausschuss des Landtags ist.

"In der Betrachtung einzelner Schulen, besonders der profilstarken Gymnasien mit altsprachlichem, musischem oder naturwissenschaftlichem Schwerpunkt zeigt sich, dass die in den beiden kommenden Jahren noch anstehenden Kürzungen diese Profilvielfalt gefährden werden, die Frankfurts Schulsystem auszeichnet und die Qualität der hiesigen Gymnasien und damit des Gesamtsystems ausmacht. Profilstarke Schulen müssen sowohl in der Spitze als auch in der Breite ihres Angebots überzeugen. Sie brauchen nicht nur ein verlässliches  Angebot in ihren Profilfächern, sondern darüber hinaus ein solides Angebot bei den Leistungs- und Grundkursen des allgemeinen Fächerkanons, die natürlich an diesen Schulen auch benötigt und angewählt werden. Zu einem soliden Angebot gehört, dass die Schülerzahlen nicht plötzlich überall durch die Decke gehen oder Kurse in Nebenfächern außerhalb des Profils komplett entfallen. Dass es dieses Angebot auch künftig geben wird, sehe ich angesichts der konkreten Einzelsituation, gerade nachdem die erste Kürzungsrunde bewältigt ist, nicht überall als gesichert an", führte die Abgeordnete aus.

"Der Kultusminister hat zugesagt, dass alle Schulen, die dies möchten, ihren konkreten Fall in Wiesbaden zu Gehör bringen können, und Nachbesserungen in begründeten Fällen in Aussicht gestellt. Die Terminvereinbarungen laufen bereits. Ich bin sicher, dass die Landesregierung diesen Prozess der Nachsteuerung sehr sorgsam führen wird. Dabei wird auch zu berücksichtigen sein, dass im stark wachsenden Schulträgerbezirk Frankfurt die Effizienzreserven an den Schulen bereits weitestgehend ausgeschöpft sind, während andernorts seit Jahren sinkende Schülerzahlen die Kürzungen leichter verkraftbar machen. Ohne die  profilstarken Frankfurter Gymnasien werden die Schulvielfalt und das Bildungsniveau in Frankfurt und letztlich damit auch ganz Hessen leiden. Das kann niemand wollen", schloss Wiesmann ihre Stellungnahme.  

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