Junge Union Frankfurt fordert ideologiefreie Politik

Schäfer: „Parkplätze und Bäume schließen sich nicht aus“

Martin-Benedikt Schäfer, Vorsitzender der Jungen Union Frankfurt
Martin-Benedikt Schäfer, Vorsitzender der Jungen Union Frankfurt
Frankfurt am Main, 5. Oktober 2015 - Die Junge Union Frankfurt am Main stellte in der vergangenen Woche anlässlich der Internationen Automobil-Ausstellung (IAA) ihre Ideen zum Thema Verkehr vor und wird mit mehreren Aktionen auf diese Ideen aufmerksam machen.

Mit dem Slogan „Nachts mehr Verkehr“ fordert die größte politische Jugendorganisation Frankfurts den Verkehr auch in der Nacht fließen zu lassen. „Wir haben dezidierte Forderungen formuliert. Uns geht es um die Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmer. Kein Verkehrsmittel soll bevorzugt, keines benachteiligt werden“, fasst der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Martin-Benedikt Schäfer die Ideen zum Verkehr zusammen.


Mit ihren Forderungen richtet sich die Junge Union auch und gerade an junge Verkehrsteilnehmer, doch nicht nur diese würden von den Ideen profitieren. „Wenn wir beispielsweise die frühzeitige Sanierung von Straßen fordern, dann ist das im Sinne aller Frankfurter Bürger“, so Schäfer, der betont, dass eine frühzeitige Sanierung auch Geld einsparen würde. „Wenn die Straßen schneller saniert würden, könnte man sich später aufwendige und kostspielige Sanierungen sparen.“
 
Doch den jungen Christdemokraten geht es vor allem um einen fließenden und guten Verkehr in der Nacht. Hierzu haben sie einen Maßnahmenkatalog formuliert. „Wir wollen, dass U- und S-Bahnen auch Freitag- und Samstagnacht durchfahren. Eine Stadt wie Frankfurt mit vielen Einpendlern am Wochenende, die das reichhaltige kulturelle Angebot nutzen, muss am Wochenende durchgängig mit dem ÖPNV erreichbar sein. Deshalb fordern wir zusätzlich den Ausbau des Nachtbusangebots“, erklärt Schäfer. Die Nachtbusse würden schon heute stark genutzt, ein Ausbau sei daher nur die logische Konsequenz. Zusätzlich zu den Maßnahmen im ÖPNV, sagt die Junge Union eindeutig „Nein zu Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen, auch nicht in der Nacht.“

 „Diese Maßnahmen folgen unserem Slogan. Wir wollen ‚Nachts mehr Verkehr‘ und dafür werden wir uns auch im Wahlkampf einsetzen“, erläutert Schäfer. Darüber hinaus setzt sich die Junge Union für eine Optimierung der Ampelschaltung ein, um die „Grüne Welle“ besser nutzen zu können. Außerdem möchte man das Carsharing stärken und hat damit auch umweltpolitische Ziele im Auge. „Muss man weniger halten, weil man gerade ‚Grüne Welle‘ hat, erzeugt man weniger Abgase beim ständigen Anfahren und die Stärkung des Carsharing kann dafür sorgen, dass es insgesamt weniger Autos im Stadtgebiet gibt, da man sich darauf verlassen kann, stets ein Auto zu finden, wenn man es benötigt“, ist sich der Kreisvorsitzende sicher.
 Der wichtigste Punkt in der Verkehrspolitik ist der Jungen Union die Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmer. „Der Verkehr in der Stadt Frankfurt darf kein ‚Entweder oder‘ werden, es muss nach wie vor ein ‚Sowohl als auch‘ sein“, so Schäfer. Im Hinblick auf die Forderung der Grünen 1000 Parkplätze in der Innenstadt entfernen zu wollen findet der JU-Kreisvorsitzende deutliche Worte. „Parkplätze und Bäume schließen sich nicht aus. Dies ist alles eine Frage der Gestaltung und das werden die Grünen auch noch lernen“, zeigt sich Schäfer zuversichtlich.

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