Rhein: Hessen unterstützt Ostmitteleuropa-Forschung mit 4,9 Millionen Euro

Staatsminister Boris Rhein MdL
Staatsminister Boris Rhein MdL
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 2. September 2015 - Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst fördert auch in diesem Jahr das Herder-Institut in Marburg mit 4,9 Millionen Euro.

Damit unterstützt die Landesregierung ein wichtiges Zentrum der internationalen historischen Ostmitteleuropa-Forschung.

 
Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Das Herder-Institut beschäftigt sich mit der Geschichte, Landeskunde und Kultur Polens, Estlands, Lettlands, Litauens, Tschechiens, der Slowakei und der Region Kaliningrad. Besonders beeindruckend ist die Spezialbibliothek des Instituts, eine der besten auf diesem Gebiet: Dort sammeln die Wissenschaftler Landkarten, Bücher und Filme in ost- und westeuropäischen Sprachen. Der Bestand umfasst ca. 450.000 Bände, darunter rund 1.300 Karten Ostmitteleuropas aus den Jahren von 1545 bis 1850. Diese Dokumente bilden die Grundlage für eine exzellente Forschung.“
 
Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte, an denen sich das Herder-Instituts beteiligt, legen einen Schwerpunkt auf die Analyse der Beziehungen zwischen den Ländern in Ostmittteleuropa. Seit April 2013 beispielsweise ist die Einrichtung Partner im thematischen Netzwerk „Kulturelle Kontakt- und Konfliktzonen im östlichen Europa“, das die Justus-Liebig-Universität Gießen koordiniert.

„Das Herder-Institut ist eine tragende Säule der europäischen historischen Ostmitteleuropaforschung – die noch größer wird: Im September dieses Jahres eröffnet die Einrichtung einen Erweiterungsbau, der neuen Raum für die Forschungsbibliothek, die Sammlungen und weitere Arbeitsplätze schafft“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.
 
Eine Übersicht zu Hessens Engagement in der Forschung gibt es auf www.wissenschaft.hessen.de/forschungspolitik

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