„Ein Grandseigneur der Kommunalpolitik“

Frankfurter CDU trauert um Karl-Heinz Nink

Karl-Heinz Nink
Karl-Heinz Nink
Frankfurt am Main, 7. Juli 2015. Am vergangenen Samstag starb im Alter von 85 Jahren der frühere CDU-Stadtverordnete Karl-Heinz Nink.

Stadtältester Nink stammte gebürtig aus Mainz und hatte Frankfurt am Main durch seine über 40-jährige Berufstätigkeit für eine große, international tätige Versicherungsgruppe zu seiner zweiten Heimat gewählt. 1961, im Jahr des Mauerbaus, trat Nink der CDU bei und übernahm sogleich als Vorsitzender im Stadtteil Bockenheim für acht Jahre Verantwortung. Ab 1971 führte er gut 25 Jahre den CDU-Stadtbezirksverband Kuhwald.

 
Von 1973 bis 1993 und erneut von 1994 bis 1997 gehörte Nink der Stadtverordnetenversammlung an, von 1985 bis 1989 als Mitglied des Präsidiums. Die CDU-Fraktion konnte auf sein Wissen und Geschick in zahlreichen Fachausschüssen bauen. Seine politischen Schwerpunkte setzte Nink vor allem im Kulturausschuss und im Bauausschuss, als dessen Vorsitzender er von 1989 bis 1993 amtierte. Die Stadt Frankfurt am Main hat seine politische Lebensleistung mit den Römerplaketten in Bronze, Silber und Gold gewürdigt, das Land Hessen mit dem Ehrenbrief. 1997 wurde Nink mit der Ehrenbezeichnung „Stadtältester“ ausgezeichnet.
 
„Mit Karl-Heinz Nink geht ein echter Grandseigneur der Kommunalpolitik von uns.  Seine verbindliche Freundlichkeit konnte sofort anstecken und war in vielen Debatten hilfreich, um zu einem guten Kompromiss zu kommen. Für ihn war die Achtung vor der Meinung des Andersdenkenden ein wesentliches Prinzip der Demokratie. Zu ihren unverzichtbaren Elementen gehörte für ihn aber auch die Kärrnerarbeit in den Stadtteilen, die er über Jahrzehnte für die Union als Verbandsvorsitzender geleistet hat. Dabei war Karl-Heinz Nink glaubwürdig und fest verbunden mit den Werten, wie sie nur die CDU vertritt. Gebürtig ein Meenzer Bub, wurde aus ihm gleichwohl ein waschechter Frankfurter, der sich als Kommunalpolitiker um seine Stadt in hohem Maße verdient gemacht hat. Unsere Gedanken sind heute bei den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen“, erklärte der CDU-Kreisvorsitzende Uwe Becker.

„Karl-Heinz Nink hat sich in seiner aktiven Römer-Zeit den Ruf eines wirklichen Gentlemans erworben. Selbst hart in der Sache, hat er in stets freundlicher Form die Position des Gesprächspartners gewürdigt und war auf Vermittlung bedacht. Über drei Dekaden Römerpolitik haben ihn geprägt, aber auch in der Stadt ist das Engagement von Karl-Heinz Nink bis heute sichtbar, etwa am Kirchplatz in Bockenheim, dessen Neugestaltung nach dem U-Bahnbau er vorangetrieben hat. Seine besondere Leidenschaft galt indes den innenstädtischen Brunnen am damaligen Theaterplatz, auf der Zeil und am Liebfrauenberg. Durch seinen guten Kontakt zu Künstlern aus allen Bereichen des städtischen Kulturlebens hat Karl- Heinz Nink deutlich gemacht, dass Kulturpolitik nicht allein durch Etatmittel gemacht wird, sondern auch durch persönliche Teilnahme und Aufgeschlossenheit der politisch verantwortlichen. Wir werden Karl-Heinz Nink ein ehrendes Andenken bewahren“, sagte der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Römer, Michael zu Löwenstein.

„Karl-Heinz Nink war nicht nur ein äußerst engagierter, angenehmer und humorvoller Mensch. Als Gründer, Vorsitzender und Ehrenvorsitzender unseres Stadtbezirksverbands war er auch maßgeblich dafür verantwortlich, dass dieser Verband die beiden Stadtteile Kuhwald und Rebstock zu einer Unionshochburg entwickeln konnte. Er war ein wichtiger und umsichtiger Ratgeber, den wir sehr vermissen werden. Seinem politischen Denken sind wir verpflichtet“, ergänzte der Vorsitzende des CDU-Stadtbezirksverbandes Kuhwald-Rebstock, André Kröger.

 
 

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