Sylvia Hornung, Vorsitzende der Frankfurter Frauen-Union
Sylvia Hornung, Vorsitzende der Frankfurter Frauen-Union

Frankfurt am Main, 24. April 2015. Angesichts der vielen Eltern, die noch immer auf der Suche nach einem Schulplatz in einem Gymnasium für ihre Kinder nach der Grundschule seien, fordert die Kreisvorsitzende der Frauen-Union Frankfurt, Sylvia Hornung, den Schulentwicklungsplan dem wachsenden Bedarf anzupassen.

„Der Elternwille hat für uns absoluten Vorrang“, so Hornung. Es gehe nicht an, dass Schulen geplant würden, die nur eine geringe Akzeptanz in der Elternschaft hätten. Vorrangig seien neue Standorte für Gymnasien auszuweisen, so Hornung, um den Bedarf vor Ort zu decken. Die Frauen-Union regt den Bau mindestens eines weiteren Gymnasiums im Frankfurter Norden an, da dort die Situation, einen Gymnasialplatz zu erringen, am schwierigsten sei.

Auf Unverständnis stoße in der Frauen-Union auch die geplante Aufgabe von Realschulen und Hauptschulen im Frankfurter Süden. Sie sollen zu integrierten Gesamtschulen (IGS) umgebaut werden. Allein in Sachsenhausen befänden sich drei Gymnasien, so dass es eines weiteren gymnasialen Angebots dort nicht bedürfe, zumal der an einer IGS angebotene gymnasiale Bildungsgang bei vielen Eltern auf Ablehnung stoße, weil in zu wenigen Fächern differenziert werde und dies auch nur auf zwei Anspruchsebenen. Wer aber am Bedarf vorbeiplane, vergeude Steuermittel. Hierüber müssten sich alle Verantwortlichen klar sein. Die Frauen-Union setzt sich für ein bedarfsgerechtes gegliedertes Schulwesen mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium und deren Verbünde ein.

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