Boddenberg: Fluglärmpausen bringen spürbare Erleichterungen für die Menschen in der Region rund um den Flughafen

„Weitere Entlastungen sind und bleiben unser Ziel“

Michael Boddenberg, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion
Michael Boddenberg, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 21. April 2015 - „Mit dem Start des Probebetriebes für ein Lärmpausenmodell am Flughafen Frankfurt kommt es für mehrere zehntausend Menschen zu einer deutlichen Verringerung der Fluglärmbelastung.

Allen Beteiligten ist es weiterhin sehr ernst damit, alles technisch Mögliche und ökonomisch Vertretbare zu tun, um für eine weitere Fluglärmreduzierung zu sorgen. Durch abwechselnde Nicht-Nutzung einzelner Bahnen in den Randstunden kommen wir für viele betroffene Anwohner einen erheblichen Schritt weiter“, sagte der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag und Frankfurter Wahlkreisabgeordnete, Michael Boddenberg.

Das Modell sieht vor, in der am Flughafen weit überwiegenden Westrichtung (BR 25) in der Nachtrandstunde von 22 bis 23 Uhr lediglich die Südbahn für die Landeanflüge aus Richtung Osten vorzusehen. „Dies entlastet insbesondere viele Menschen in Offenbach und im Frankfurter Süden. Im Ergebnis können vor allem im Nahbereich über 40.000 Anwohner von einer zusätzlichen Stunde Nachtruhe profitieren“, erklärte Boddenberg. Das abends zusätzlich belastete Neu-Isenburg profitiere dann von der Schließung der Südbahn zwischen 5 und 6 Uhr. Für den Ostbetrieb sei noch keine abschließende Entscheidung getroffen worden. „In jedem Fall wird klar: Die Lärmpausen sind kein ‚Nullsummenspiel‘ oder ein ‚Placebo‘, wie Kritiker behaupten, sondern entlasten deutlich mehr Menschen, als dass sie zu neuen Belastungen führen“, erläuterte Boddenberg.

„Wir werden begleitend auch bei unseren Anstrengungen zur konsequenten Umsetzung und Weiterentwicklung des Maßnahmenpaketes der ‚Allianz für mehr Lärmschutz 2012‘ nicht nachlassen. Im September 2014 wurde das satellitengestützte Präzisionsanflugsystem ‚Ground Based Augmentation System‘ (GBAS) in Betrieb genommen, mit dem – je nach Verkehrslage – auch noch wenige Kilometer von der Landung bewohnte Gebiete umflogen werden können. Die in Frankfurt operierenden Fluggesellschaften sind am Zug, ihre Flotten mit entsprechenden Empfängern auszurüsten. Nur dann kann GBAS breit genutzt werden“, sagte Boddenberg.

Auch die Ausrüstung der Airbus A 320-Flotte der Lufthansa mit Wirbelgeneratoren sei angelaufen. „Auf diese Weise werden zukünftig rund die Hälfte der Landungen der Lufthansa am Flughafen Frankfurt leiser sein als zuvor.“ Das Verkehrsministerium habe die lärmabhängigen Start- und Landeentgelte weiterentwickelt und zu Jahresbeginn um durchschnittlich 3,2 Prozent angehoben. Für besonders laute Maschinen stiegen die Entgelte sogar um acht Prozent.

„Der Flughafen Frankfurt ist die größte Arbeitsstätte in Deutschland und ein Jobmotor, der berufliche Perspektiven für Menschen mit unterschiedlichsten Qualifikationen eröffnet. Er bietet bei allen Herausforderungen große Chancen für ein exportorientiertes Land wie Hessen und das Rhein-Main-Gebiet. Auf den klaren Erfolgen bei der Fluglärmverringerung werden wir uns jedoch nicht ausruhen: Weitere Entlastungen sind und bleiben unser Ziel“, so Boddenberg.

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