Boddenberg: Grundlage für das friedliche Zusammenleben ist der wechselseitige Respekt

„Moderner Diskurs wie am Institut für islamische Studien leistet einen wichtigen Beitrag zu aufgeklärtem Islam in Deutschland“

Michael Boddenberg, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion
Michael Boddenberg, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 20. Februar 2015 - „Als CDU-Landtagsfraktion treibt uns die Frage um, wie das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Tradition und religiöser Überzeugung in unserem Land erfolgreich gelingen kann.

Wir wollen, dass diese Gesellschaft friedlich miteinander die Zukunft gestaltet. Grundlage für dieses friedliche Zusammenleben sind wechselseitiger Respekt und Toleranz“, sagte der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Michael Boddenberg, anlässlich eines Besuchs beim geschäftsführenden Direktor des Instituts für Kultur und Religion des Islam, Professor Dr. Bekim Agai, sowie weiteren Vertretern des Instituts. An dem Gespräch nahmen auch die CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Ralf-Norbert Bartelt, Günter Schork und Tobias Utter teil.

Professor Agai sagte anlässlich des Besuchs der CDU-Landtagsabgeordneten: „Ich freue mich, dass unser Institut und seine Studierenden als qualifizierte Stimmen in Hinblick auf den Islam in Hessen wahrgenommen werden. Das Institut ist ein Ort an dem die Studierenden lernen, den Islam als Ressource zur Mitgestaltung dieser Gesellschaft zu begreifen. Ich freue mich diese junge Entwicklung in Hessen den Landtagsabgeordneten der CDU vorstellen zu dürfen und einen Einblick in das enorme Potential unserer muslimischen Studierenden für die Gestaltung eines offenen, pluralen und freiheitlichen Deutschlands zu geben, in den Kommunen, den Schulen und an anderen Orten in der Gesellschaft. Der Islam muss fundierte Antworten auf Fragen aus der Gesellschaft geben, sich auch intern Debatten stellen, hierzu bekommen unsere Studierenden das Potential und es braucht mehr Gelegenheiten wie diese in denen offen, kritisch und respektvoll miteinander diskutiert wird. Die Universität bietet uns dabei eine einzigartige Möglichkeit. Wir stehen in der Pflicht die hierbei entstehende Expertise mit einer breiten Öffentlichkeit zu teilen.“

Der hessische CDU-Fraktionsvorsitzende ergänzte: „Wenn Integration gelingen soll, müssen wir andere Religionen und Kulturen besser kennenlernen. Hierbei ist es besonders wichtig, Ängste vor dem Fremden abzubauen, offen auf andere zuzugehen und sich wechselseitig mit Erfahrungen und Ideen zu bereichern. Ein moderner Diskurs, wie er am Institut für islamische Studien in Frankfurt geführt wird, leistet in diesem Zusammenhang einen wichtigen Beitrag zu einem aufgeklärten Islam in Deutschland. Die Arbeit an der Frankfurter Universität trägt nicht nur zur Vertiefung einer wissenschaftlichen Erforschung islamisch-theologischer Themen bei, sondern auch zur Vertiefung der Forschung über unterschiedliche Kulturen und zur Förderung der Integration.“

Weiter erklärte Boddenberg: „Als hessische Union sehen wir es als unsere Verantwortung, die vielfältigen Integrationsbemühungen zum Erfolg zu führen. Dies erfordert sowohl ein Bemühen derer, die in dieses Land gekommen sind, als auch derer, die schon immer in unserem Land gelebt haben. Erfolgreiche Integration darf aber nicht mit Beliebigkeit verwechselt werden. Gelebte Toleranz bedeutet eben nicht Beliebigkeit, sondern erkennt an, dass unabhängig von persönlicher Glaubensüberzeugung ein gedeihliches Zusammenleben nur auf Grundlage der Regeln gelingen kann, die in unserem Land gelten.

Auch unsere Traditionen und die christlich-jüdische Kultur gehören zu diesem unverrückbaren Wertekanon unserer Gesellschaft. Nach den Terroranschlägen in Paris und den nachfolgenden Diskussionen erwarten die Menschen zu Recht Antworten, wie das Spannungsfeld zwischen Meinungsfreiheit und religiösem Bekenntnis aufgelöst werden kann. Als CDU haben wir in der ‚Künzeller Erklärung‘ vor wenigen Wochen die Leitplanken für unsere künftige Politik genau für diesen Themenkomplex festgelegt. Wir wollen damit Antworten auf das Spannungsverhältnis von Freiheit und Verantwortung des Staates und jedes Einzelnen geben.“

Inhaltsverzeichnis
Nach oben