Caspar: Hervorragendes Krisenmanagement der Verantwortlichen in Hessen

„Sanierung und Neubau von Brücken steht in den nächsten Jahren im Fokus“

Ulrich Caspar MdL
Ulrich Caspar MdL
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 13. Februar 2015 - Durch das entschlossene Handeln der Verantwortlichen in Hessen können die durch die Sperrung der Schiersteiner Brücke für die Menschen in Mainz und Wiesbaden entstandenen Probleme in den nächsten Stunden und Tagen deutlich verringert werden.

Das ist ein hervorragendes Krisenmanagement!“ Mit diesen Worten begrüßte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag die heute auf einer Pressekonferenz durch Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, den Präsidenten von Hessen Mobil, Burkhard Vieth, und Thomas Busch, Leiter Verkehrs- und Mobilitätsplanung beim Rhein-Main-Verkehrsverbund, vorgestellten, kurzfristigen Maßnahmen zur Entlastung der angespannten Verkehrssituation rund um die Schiersteiner Brücke. Im September 2013 sei mit dem Neubau einer Hälfte der neuen Brücke begonnen worden. Mit der Fertigstellung und Nutzung ist erst im kommenden Jahr zu rechnen. Das gesamte Brückenbauwerk werde erst 2019 abgeschlossen sein.

Caspar hob in diesem Zusammenhang den Einsatz von Bund und Land für den Neubau und die Sanierung von hessischen Autobahnbrücken hervor: „Hessen ist die zentrale Verkehrsdrehscheibe in Deutschland: Allein das Frankfurter Kreuz an der Schnittstelle von A 3, A 5 und B 43 gehört mit mehr als 300.000, teilweise sogar bis zu 350.000 Kfz pro Tag zu den höchstbelasteten Autobahnkreuzen im gesamten Bundesgebiet. Bis 2020 sollen daher rund 2 Milliarden Euro in die Sanierung hessischer Autobahnbrücken investiert werden. Ein richtiger Entschluss angesichts von rund 600 betroffenen Brückenbauwerken und angesichts der jetzigen Situation, auch wenn Bauarbeiten an der Brücke selbst der Auslöser waren.“ Bereits im vergangenen Jahr sei beispielsweise der Neubau von 22 Brückenbauwerken entlang der A 45 auf hessischer Seite begonnen worden.

Der CDU-Politiker wies zudem darauf hin, dass die Hessische Landesregierung in diesem Jahr rund 40 Millionen Euro an Planungsmitteln eingeplant habe, um die Mittel des Bundes auch in konkrete Projekte umsetzen zu können: „Für die Autobahnen und Bundesstraßen in Hessen stehen dieses Jahr rund 730 Millionen Euro zur Verfügung. Für die planerische Bewältigung dieser Herkulesaufgabe ist unsere Straßen- und Verkehrsverwaltung gut aufgestellt.“

Caspar erinnerte auch daran, dass die Landesregierung in Rheinland-Pfalz nach der Wahl 2011, entgegen den bis dato erfolgten Planungen, die A 643 zwischen der Schiersteiner Brücke und dem Mainzer Dreieck nicht mehr sechsspurig ausbauen wollte, sondern lediglich vierspurig mit temporärer Seitenstreifenfreigabe: „Die CDU-Fraktion im Hessischen Landtag hat die SPD-geführte Landesregierung in Rheinland-Pfalz seinerzeit unmittelbar aufgefordert, von dieser Idee Abstand zu nehmen und auch auf rheinland-pfälzischer Seite einen bedarfsgerechten, sechsspurigen Neubau zu planen.

Erst durch die ausdrückliche Weisung des damaligen Bundesverkehrsministers Dr. Peter Ramsauer im August 2013 wurden die Verhältnisse in Mainz wieder vom Kopf auf die Füße gestellt. Das jetzt eingetretene Verkehrschaos zeigt nochmals überdeutlich, wie wichtig diese Verkehrsverbindungen und ihre bedarfsgerechte Gestaltung für das Rhein-Main-Gebiet sind“, so Caspar.

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