Steinbach: Wohnungseinbrüche - Einbrecher aus den ost- und südosteuropäischen Nachbarstaaten plündern zunehmend in Deutschland

Erika Steinbach MdB
Erika Steinbach MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 27. Januar 2015 - Nach einer aktuellen Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage sprechen alle verfügbaren Informationen dafür, dass der Anstieg der Wohnungseinbruchdiebstähle in den letzten Jahren zu großen Teilen auf „reisende Tätergruppen“ zurückzuführen ist, die ganz überwiegend aus Südost- und Osteuropa stammen.

Der Anteil der serbischen, rumänischen und polnischen Staatsangehörigen sowie von Personen aus anderen ost- und südosteuropäischen Staaten hat auch im Verhältnis zu den nichtdeutschen Staatsangehörigen insgesamt überproportional zugenommen. Aufgrund der niedrigen Aufklärungsquoten sind genaue Aussagen zu Fallzahlen allerdings nicht möglich: Die Aufklärungsquote ist beim Wohnungseinbruchdiebstahl extrem niedrig. Sie lag im Jahr 2013 bundesweit bei nur 15,5 Prozent. Erika Steinbach:

„Unter Berücksichtigung des Umstands, dass in dieser Aufklärungsquote auch noch geständige Täter enthalten sein dürften, die für den Kooperations- und Reue-Rabatt lieber einen Bruch mehr gestehen, kann ich verstehen, dass das Geschäft bei einer mindestens 84,5prozentigen Erfolgsaussicht als verlockend betrachtet wird.“ Seit 2009 stiegen die Fallzahlen stetig an bis auf einen neuen Höchststand im Jahr 2013 (149.500 Fälle). Die Zahlen für das Jahr 2014 liegen laut Bundesregierung noch nicht vor. Schwerpunkte sind die Metropolen, die städtischen Regionen sowie die Gegenden entlang der Fernstraßen.

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