Erika Steinbach MdB
Erika Steinbach MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 16. Januar 2015 - Nach dem Nationalen Bildungsbericht 2014 haben sich die Kennzahlen für Bildung in Deutschland deutlich verbessert.

Er verzeichnet in allen Bildungsbereichen eine steigende Tendenz. Bei der Kinderbetreuung und der Weiterbildung sind die gesetzten Ziele schon jetzt erreicht. Die Zahl der Hochschulabsolventen hat sich seit 2002 verdoppelt hat, was für eine Erhöhung des Bildungsstandes der Bevölkerung spricht. Das bedeutet aber auch, dass die Zahl der Studienanfänger erstmals gleichauf mit der Zahl derer liegt, die eine berufliche Ausbildung begonnen haben.

Wir setzen an dieser Stelle weiter auf die erfolgreiche duale berufliche Ausbildung in Deutschland. Sie ist ein Markenzeichen und Erfolgskern unseres Landes und Grundlage für die hervorragende Qualität unseres Handwerks. Die duale Ausbildung ist auch ein Grund für die geringe Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland. Die Attraktivität der beruflichen Ausbildung wird weiter gefördert, etwa durch das Meister-BAföG. Schließlich gilt es auch bei der negativen Bevölkerungsentwicklung in Deutschland einem drohenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken.

Der diesjährige Nationale Bildungsbericht legt einen Schwerpunkt auf das Thema „Menschen mit Behinderungen im Bildungssystem.“ Bei einer grundsätzlich konstanten Zahl von 493.000 Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf steigt deren Anteil angesichts insgesamt sinkender Schülerzahlen auf 6,6 Prozent aller Schüler in Deutschland. Der Bericht belegt die Fortschritte der Inklusion: Immer mehr Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen besuchen gemeinsame Kindertageseinrichtungen und Schulen, allerdings mit einem abnehmenden Anteil mit zunehmendem Alter.

Der größte Handlungsbedarf besteht weiter bei den jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss. Hier setzt die Ausbildungsallianz insbesondere mit den Instrumenten der ausbildungsbegleitenden Hilfen und der assistierten Ausbildung an. Mit den Bildungsketten und einer Verbesserung der Betreuung von Schülern an den Übergängen ihres Bildungsweges gibt es gute Möglichkeiten zur Vorbeugung.

Forschungsprojekte für die Entwicklung von Strategien mit dem Schwerpunkt Lernmaterialen und Unterrichtshilfen für Kinder mit einer Behinderung sind also weiter zu fördern. Auch die Aus- und Weiterbildung für die neuen Aufgaben der inklusiven Bildung soll für das Personal aller Bildungsinstitutionen vorangetrieben werden. Das dies nur in Abstimmung mit den Ländern geschehen kann, ist klar.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben