CDU im Wahlkreis 38 und CDL Hessen beleuchten das Thema Sterbebegleitung aus verschiedenen Blickwinkeln und diskutieren Wege zum Sterben in Würde

Bettina M. Wiesmann MdL
Bettina M. Wiesmann MdL
Frankfurt am Main, 22. November 2014 - Die CDU im Wahlkreis 38, die CDL Hessen und die Junge Union Frankfurt-Ost hatten gemeinsam zu einem Informations- und Diskussionsabend im Haus am Dom geladen, zu dem ca. 40 Gäste erschienen waren.

 Durch den Abend führte die Landtagsabgeordnete Bettina M. Wiesmann.

Die unter dem Titel „Sterbenden helfen – Wege zur Sterbebegleitung“ stehende Veranstaltung stellte bewusst nicht die aktuelle in Berlin geführte Diskussion um Sterbehilfe und assistierten Suizid in den Mittelpunkt. Vielmehr ging es um das weite Feld der möglichen Maßnahmen und Wege der Sterbebegleitung, die helfen können die schwierigsten Grenzfragen am Lebensende zu vermeiden.
 
 
Zunächst erläuterte Dr. Sahm, Chefarzt am Ketteler-Krankenhaus in Offenbach und Palliativmediziner, die Möglichkeiten moderner Medizin. Er unterstrich, dass es auch in spezialisierten Krankenhäusern heute um einen Bewusstseins- und Kulturwandel gehe: „Heilung und Leidensminderung sind zwei Seiten derselben Medaille, und die Übergänge sind fließend. Bei Sterbenden verschiebt sich die Linie hin zu leidensmindernden Maßnahmen, und die kurativen Maßnahmen treten in den Hintergrund. Dies sind nicht zwei getrennte Fachgebiete, sie sollten im Selbstverständnis jedes Mediziners verbunden sein.“
 

Pater Wolf Schmidt SJ, Krankenhausseelsorger in Nürnberg, warf einen seelsorgerischen Blick auf die Fragestellung. Er warnte davor, beim Thema Sterben zu generalisieren: „Kein Sterben ist wie das andere, es gibt keinen Leitfaden zum „gelungenen Sterben“. Das wichtigste ist, dass Menschen für Menschen im Sterben da sind.“
 
 
Ulrike Ihlefeld, Vorstandsmitglied des Bad Homburger Hospiz-Dienst e.V., verstärkte diesen Gedanken und warb für mehr bürgerschaftliches Engagement zum Beispiel in der Hospiz-Bewegung. „Das Sterben gehört zum Leben, und deshalb engagieren wir uns auch in Grundschulen, indem wir mit Kindern die Erfahrung von Leiden, Sterben und Trost thematisieren.“, sagte die ehrenamtliche Hospizhelferin,
 

Der sozialpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag, Dr. Ralf-Norbert Bartelt MdL, machte deutlich, dass es der Landesregierung sehr wichtig sei, gute Rahmenbedingungen für die medizinische und pflegerische Betreuung von sterbenskranken Menschen zu schaffen. Dazu gehöre insbesondere der Ausbau eines möglichst flächendeckenden Netzes zur ambulanten palliativmedizinischen Versorgung. Auch die Kinderpalliativmedizin sei ein besonderes Anliegen der schwarz-grünen Koalition und deshalb gesondert im Sozialbudget verankert worden.
 

Bettina Wiesmann bedankte sich für die facettenreiche Diskussion. Sie kündigte an in einer Folgeveranstaltung die Berliner Diskussion aufzugreifen, um das Spannungsfeld zwischen Autonomie und Unantastbarkeit des Lebens ebenfalls zu beleuchten.

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