Loizides: Vivento-Standort Frankfurt muss erhalten bleiben!

CDU-Fraktion nimmt Stellung zur geplanten Umstrukturierung bei Telekom

Christiane Loizides, wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Römer
Christiane Loizides, wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Römer
Frankfurt am Main, 5. November 2014 - „Im Interesse der 270 Menschen, die als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Vivento Customer Service GmbH (VCS) derzeit am Standort Frankfurt am Main beschäftigt sind, ist es unbedingt notwendig, sich für den Erhalt und die Bestandssicherung dieser Arbeitsplätze im Stadtgebiet von Frankfurt einzusetzen.“

Zu dieser Überzeugung ist die wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Römer, Christiane Loizides, nach einem ausführlichen Gespräch mit Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung der VCS gelangt. Es geht dabei um die Umstrukturierungsabsichten der Deutsche Telekom AG hinsichtlich ihrer vor 10 Jahren als „Auffanggesellschaft“ mit Kundenserviceaufgaben – ehemals Callcenter – gegründeten 100prozentigen Tochter. Von den ursprünglich 27 Standorten der Telekom-Tochter mit Sitz der Zentrale in Bonn sind nach Angaben des Betriebsrats derzeit noch 13 Standorte und zwei Außenstellen mit insgesamt ca. 2.430 Mitarbeitern am Markt. Frankfurt am Main ist darunter der drittgrößte mit 273 vor Ort Beschäftigten, zuzüglich weiterer 101 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die auf freiwilliger Basis zeitlich befristete Einsätze außerhalb ihrer „Stammdienstelle“ ableisten.


Seit Bekanntgabe der Schließungsabsichten für den Standort Frankfurt am Main mit Verlagerung der Arbeitsplätze nach Mannheim, Ende September 2014, wüchsen die Zukunftsängste der Beschäftigten und der Wunsch nach einer verlässlichen Arbeits- und Zukunftsplanung sei verständlich, so Loizides. Dies gelte, so die Stadtverordnete, insbesondere im Hinblick auf den hohen Anteil von 60 derzeit aus familiären Gründen in Teilzeit Arbeitenden sowie der schwerbehinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Während für die einen deutlich längere Anfahrtszeiten zum Arbeitsplatz, verbunden mit höheren Fahrtkosten unwirtschaftlich bis inakzeptabel seien, ist nach Auffassung von Loizides die Mehrbelastung der 40 gut integrierten Schwerbehinderten, die in Frankfurt anerkennenswerte Arbeit leisteten, mit längeren Anfahrtswegen und veränderter Betriebsstruktur absehbar nicht dauerhaft zumutbar.

„Aus diesem Grund erstaunt mich die geplante Standortverlagerung ganz besonders, denn der Vertreter der Schwerbehinderten hat sich in dem gemeinsamen Gespräch äußerst positiv über die Inklusionspolitik der Deutschen Telekom geäußert“, so Loizides.

Auch die Skepsis der Betriebsratsvorsitzenden im Hinblick auf die Nachhaltigkeit der in Mannheim als Neugründung beabsichtigten VCS-Niederlassung ist nach Auffassung von Christiane Loizides verständlich. So habe die Geschäftsleitung nach Angaben des Betriebsrats mitgeteilt, es sollten nur drei der bisherigen Standorte beibehalten, jedoch zwei neue, darunter Mannheim, gegründet werden, eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl auf 1.493 sei bis Ende des Jahres 2017 geplant.

Die Rentabilität eines Standortes beginne allerdings erst ab ca. 400 Mitarbeiter. „Allein aus diesen Zahlen läßt sich die Unsicherheit über die persönlichen Arbeitsperspektiven der Frankfurter Mitarbeiter für ihre berufliche und wirtschaftliche Zukunft nachvollziehen“, so die CDU-Stadtverordnete.

„Es bleibt zu hoffen“, so Loizides abschließend, „dass die Geschäftsleitung auf der für den 5. November anberaumten Betriebsversammlung in Frankfurt die berechtigten Fragen der Belegschaft beantwortet und den Wunsch nach einer verlässlichen Arbeits- und Zukunftsplanung aufnimmt, insbesondere aber den guten Argumenten für den Erhalt des Betriebsstandortes in Frankfurt nachgeht“.

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