Wiesmann: Weitere Aufwertung der frühkindlichen Bildung durch qualitätsgesicherte Studiengänge und zuverlässigere Rahmenbedingungen für Studierende wie Arbeitgeber

Bettina M. Wiesmann MdL
Bettina M. Wiesmann MdL
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 20. Oktober 2014 - „Das Feld der Frühpädagogik ist noch in der Entwicklung – nicht mehr am Anfang, aber sicherlich auch noch nicht am Endpunkt.

Zahlreiche kindheitspädagogische Studienangebote sind neu entstanden, greifen die aktuellen Erkenntnisse von Neurobiologie und Entwicklungspsychologie auf und ergänzen die ebenfalls stark angewachsenen beruflichen Ausbildungsgänge an den Fachschulen. Die Einordnung dieser neuen Angebote in das Feld der Qualifikationen auf dem Gebiet der sozialen Arbeit wird Unsicherheiten abbauen, die derzeit sowohl bei Studierenden als auch bei ihren potenziellen Arbeitgebern, den Trägern frühkindlicher Betreuungs- und Bildungseinrichtungen vorhanden sind.

Dazu leistet die nun beschlossene Aufnahme der Kindheitspädagogen in das Sozialberufeanerkennungsgesetz einen wichtigen Beitrag“, erklärte die Sprecherin der CDU-Fraktion für Familienpolitik und frühkindliche Bildung, Bettina M. Wiesmann, zur Änderung des Sozialberufeanerkennungsgesetzes.

In den vergangenen Jahren hätten die deutschen Hochschulen eine Vielzahl frühpädagogischer Studienangebote entwickelt, die durch unterschiedliche Schwerpunktsetzungen und eine Vielzahl von Bezeichnungen gekennzeichnet seien. „In der Mehrzahl der Bundesländer ist eine staatliche Anerkennung für Absolventen kindheitspädagogischer Studiengänge bereits eingeführt worden und dort für Tätigkeiten in diesem Bereich auch Voraussetzung. In Hessen wollen wir nun ebenfalls diese Rahmenbedingungen schaffen – auch um die Wettbewerbssituation hessischer Absolventen zu verbessern“, so Wiesmann.

Als Ergebnis der Anhörung habe man am ursprünglichen Gesetzentwurf zudem einige Änderungen vorgenommen und die Mindestdauer der berufspraktischen Phase erhöht: „Die Regelungen zur Dauer der Praxisphase sollen im Interesse der Gleichbehandlung der vom Gesetz erfassten Ausbildungen einheitlich sein. Auch im Bereich der Kindheitspädagogik ist jedoch eine Erprobungsklausel anwendbar, welche es den Hochschulen ermöglicht, Studienmodelle zu erproben, in deren Rahmen eine verkürzte studienintegrierte Praxisphase vorgesehen ist.“ Den etablierten Studiengängen wird Bestandsschutz gewährt.

„Wir sind zuversichtlich, das wichtige Gebiet der frühkindlichen Bildung mit diesem Schritt weiter aufzuwerten, und damit den Absolventen neue Perspektiven zu eröffnen“, so Wiesmann.

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