Junge Union Frankfurt gegen Trabantenstadt im Frankfurter Norden

Martin-Benedikt Schäfer: Oberbürgermeister glänzt erneut durch Ahnungslosigkeit

Martin-Benedikt Schäfer, JU-Kreisvorsitzender
Martin-Benedikt Schäfer, JU-Kreisvorsitzender
Frankfurt am Main, 15. Oktober 2014 - Die Junge Union Frankfurt übt deutliche Kritik am Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, Peter Feldmann, für dessen Aussagen zu einem möglichen Bau eines neuen Stadtteils im Frankfurter Norden zwischen Nieder-Erlenbach, Harheim und Nieder-Eschbach.

Nachdem bereits im vergangenen Jahr solche Pläne keinen Zuspruch in der Stadtgesellschaft fanden, versucht Feldmann nun erneut Unfrieden in der Stadt zu schaffen.

 

„Der Oberbürgermeister kann es nicht lassen. Wieder gräbt er bekannte und abschreckende planungspolitische Instrumente der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts heraus, um sich als Retter in der Not aufzuspielen. Mit diesem Vorschlag ist er jedoch kein Retter, sondern vielmehr Verursacher von Unfrieden“, kommentiert der Kreisvorsitzende der Jungen Union Frankfurt am Main, Martin-Benedikt Schäfer den Vorschlag von Peter Feldmann einen neuen Stadtteil in den Feldern zwischen Nieder-Erlenbach, Harheim und Nieder-Eschbach zu errichten.
 

Bereits im Sommer und Herbst 2013 regte sich vor allem in diesen Stadtteilen, aber auch in der gesamten Stadt Frankfurt großer Widerstand gegen die Pläne des OB. Die Fraktionen der CDU und der Grünen stellten sich deutlich gegen die Pläne, die Feldmann vorstellte. Die Argumente gegen einen solchen Stadtteil liegen für die Junge Union auf der Hand:

„Das Gebiet ist verkehrstechnisch und von der Infrastruktur kaum bis gar nicht erschlossen. Keine Straßen, kein ÖPNV-Anschluss, alles müsste neu geplant und gebaut werden. Die Kosten wären immens und das für eine Stadt, die gerade dabei ist ihre Schulden nach und nach abzubauen. Der Vorschlag ist also aus dieser Sicht schon unseriös“, so Schäfer, der dies jedoch nicht als alleiniges Argument bezeichnet.

„Dort, wo Feldmann seine Trabantenstadt sieht, ist eine wichtige Frisch- und Kaltluftschneise für die gesamte Stadt Frankfurt. Vom Taunus kommend, wäre diese mit einem neuen Stadtteil zugebaut und das hätte erheblichen, negativen Einfluss auf das Klima in der Innenstadt“, ergänzt der Kreisvorsitzende. Darüber hinaus seien die Felder im Frankfurter Norden landwirtschaftlich unverzichtbar für die Stadt. „Die Erde auf diesen Feldern gehört zur höchsten Kategorie, die es auf der ganzen Welt gibt. Hier wird schonend und nachhaltig angebaut, was für die Stadt benötigt wird. Aus Sicht der Erst- und Nahversorgung brauchen wir die Landwirtschaft in diesem Gebiet“, so Schäfer.
 

Feldmann vergesse komplett, dass ein neuer Stadtteil überhaupt nicht in das Stadtbild im Frankfurter Norden passe. „Der Frankfurter Norden ist landwirtschaftlich-dörflich geprägt. Diese Strukturen würde ein neuer Stadtteil sprengen“, so der Kreisvorsitzende der Jungen Union Frankfurt am Main abschließend.

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