Erika Steinbach würdigt Clemens Riedel

„Die Erinnerung an einen leidenschaftlichen Kämpfer für die christlich-demokratische Idee muss wach gehalten werden“

Erika Steinbach MdB
Erika Steinbach MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 25.August 2014 - Anlässlich des hundertsten Geburtstags von Clemens Riedel, den er im August gefeiert hätte, würdigte die Frankfurter Bundestagsabgeordnete und Präsidentin des Bundes der Vertriebenen Erika Steinbach die Verdienste ihres Vorgängers im Amt des Frankfurter Bundestagsabgeordneten in den Jahren 1957 bis 1973.

„Clemens Riedel hinterließ ein beeindruckendes Lebenswerk. Seinen schlesischen Wurzeln verpflichtet, blieb er Zeit seines Lebens ein Leitstern für umfangreiches gesellschaftliches Engagement im Sinne der Vertriebenen“, so Steinbach.
 
Riedel wurde am 23. August 1914 in der schlesischen Hauptstadt Breslau geboren. Nach Gesellenjahren als Bäcker in Wien, Liegnitz und Berlin folgte im Oktober 1945 die Vertreibung aus der Heimat. Über Dresden und Erfurt gelangte er 1949 nach Frankfurt am Main, hier eröffnete er ein Café mit Konditorei. Seit 1945 CDU-Mitglied, wurde er 1952 in den Kreisvorstand der Frankfurter CDU gewählt. 1957 zog Riedel erstmals in den Deutschen Bundestag ein, dem er bis 1972 angehörte. Von 1965 bis 1973 war er zudem Abgeordneter des Europäischen Parlaments. „Die Art und Weise, wie Clemens Riedel für die Belange seiner Wählerinnen und Wähler in der Bundespolitik kämpfte, hat mich sehr beeindruckt und war mir stets ein Vorbild“, so Steinbach, die Frankfurt seit 1990 im Deutschen Bundestag vertritt.
 
„Ein besonderes Anliegen war ihm neben seiner Tätigkeit als Abgeordneter das Engagement für seine schlesische Landsmannschaft. Als Präsident der Schlesischen Landesversammlung in den Jahren 1969 bis 1973 sowie als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft katholischer Vertriebenenorganisationen von 1966 bis 1989 hat er eine wegweisende Prägung hinterlassen, nicht nur im Rahmen der sogenannten neuen Ostpolitik sowie in der Frage der Neuordnung der kirchlichen Strukturen in der schlesischen Heimat“, so Steinbach, die zudem auf seine zahlreichen Ämter im Kolpingwerk hinwies.
 
Einen weiteren Schwerpunkt seines Wirkens bildete das Engagement für den Mittelstand. So war Riedel zwischen 1954 und 1970 als Vorsitzender des Mittelstandsausschusses der CDU Hessen aktiv. Clemens Riedel verstarb 2003 in Bensheim.
 
„Ich freue mich, dass die Eichendorff-Gilde im Heimatwerk Schlesischer Katholiken in Frankfurt am kommenden Sonntag, den 31. August, an Clemens Riedel erinnert“, erklärte Steinbach. Nach einem Festhochamt um 10 Uhr in der Kollegskirche der Bischof-Neumann-Schule in Königstein soll durch einen Vortrag von Prof. Dr. Adolf Hampel an Riedel gedacht werden.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben