Wiesmann: Weitere Aufwertung der frühkindlichen Bildung durch qualitätsgesicherte Studiengänge und zuverlässigere Rahmenbedingungen für Studierende wie Arbeitgeber

Bettina M. Wiesmann MdL
Bettina M. Wiesmann MdL
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 16. Juli 2014 - „Das Feld der Frühpädagogik ist noch in der Entwicklung – nicht mehr am Anfang, aber sicherlich auch noch nicht am Endpunkt.

Zahlreiche kindheitspädagogische Studienangebote sind neu entstanden, greifen die aktuellen Erkenntnisse von Neurobiologie und Entwicklungspsychologie auf und ergänzen die ebenfalls stark angewachsenen beruflichen Ausbildungsgänge an den Fachschulen. Die Einordnung dieser neuen Angebote in das Feld der Qualifikationen auf dem Gebiet der sozialen Arbeit wird Unsicherheiten abbauen, die derzeit sowohl bei Studierenden als auch bei ihren potenziellen Arbeitgebern, den Trägern frühkindlicher Betreuungs- und Bildungseinrichtungen vorhanden sind.

Dazu leistet die vorgesehene Aufnahme der Kindheitspädagogen in das Sozialberufeanerkennungsgesetz einen wichtigen Beitrag“, erklärte die Sprecherin der CDU-Fraktion für Familienpolitik und frühkindliche Bildung, Bettina M. Wiesmann, zur Einbringung des Gesetzes zur Änderung des Sozialberufeanerkennungsgesetzes.

In den vergangenen Jahren hätten die deutschen Hochschulen eine Vielzahl frühpädagogischer Studienangebote entwickelt, die durch unterschiedliche Schwerpunktsetzungen und eine Vielzahl von Bezeichnungen gekennzeichnet seien. „In der Mehrzahl der Bundesländer ist eine staatliche Anerkennung für Absolventen kindheitspädagogischer Studiengänge bereits eingeführt worden und dort für Tätigkeiten in diesem Bereich auch Voraussetzung. In Hessen wollen wir nun ebenfalls diese Rahmenbedingungen schaffen - auch um die Wettbewerbssituation hessischer Absolventen zu verbessern“, so Wiesmann.

Für die Mindestdauer der berufspraktischen Phase, eine der Voraussetzungen für die Anerkennung, wolle man wie in der Mehrzahl der Bundesländer 100 Arbeitstage festsetzen. Dies entspreche den Vorgaben der Jugendministerkonferenz und der KMK. Es handele sich aber um eine Mindestanforderung, die in der Praxis häufig überschritten werde, sagte Wiesmann.

„Wir sind zuversichtlich, das wichtige Gebiet der frühkindlichen Bildung mit diesem Schritt weiter aufzuwerten, und beginnen nun das Anhörungsverfahren, um eine breite Beteiligung der Akteure in diesem Feld sicherzustellen und die Anregungen aus der Fachpraxis aufzunehmen“, so Wiesmann.

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