Kirchner: Wunderlicher Flughafenbesuch von OB Feldmann ist Besorgnis erregend

Thomas Kirchner, Stadtverordneter, stellv. Kreisvorsitzender der Frankfurter CDU
Thomas Kirchner, Stadtverordneter, stellv. Kreisvorsitzender der Frankfurter CDU
Frankfurt am Main, 4. Juni 2014 . Mit deutlicher Kritik, aber auch Betroffenheit hat der stellvertretende Kreisvorsitzende der Frankfurter CDU, Thomas Kirchner, auf den gestrigen Flughafenbesuch von OB Peter Feldmann reagiert.

Es sei augenfällig, dass Feldmann seiner Aufgabe als Oberbürgermeister noch immer nicht gewachsen sei und dies in absehbarer Zukunft auch nicht sein werde: „Es wirkt schon grotesk, wenn sich der Frankfurter Oberbürgermeister erst nach zwei ganzen Amtsjahren zu einem offiziellen Besuch des Frankfurter Flughafens aufraffen kann, lange nachdem er erstmals den Flughafen Hahn besucht hat. Aber es stellen sich in diesem Zusammenhang noch weitere beunruhigende Fragen“, gab Kirchner zu bedenken.

Wenn sich Feldmann erst jetzt über die wirtschaftliche Bedeutung des größten hessischen Arbeitgebers informiere, dann sei er seinen Aufgaben ganz offensichtlich bis heute nicht ausreichend nachgekommen. „Offensichtlich hat sich Herr Feldmann bisher überhaupt nicht über den Flughafen informiert und sein Mandat im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft Fraport wohl nur unzureichend wahrgenommen“, erklärte Kirchner.

 

Feldmann habe bei seinem ‚Antrittsbesuch‘ zwar offensichtlich Freude an den Baulichkeiten des größten deutschen Airports gehabt, einen Erkenntnisgewinn könne man bei Feldmann aber kaum feststellen. „Wenn Herr Feldmann noch immer den Flughafen bereits um 22.00 Uhr still legen und erst ab 6.00 Uhr wieder öffnen will, hat er immer noch nicht verstanden, dass gerade von den wichtigen Verbindungen in dieser Zeit ganz erheblich die Bedeutung des Luftdrehkreuzes Frankfurt abhängt und damit Tausende von Arbeitsplätzen auf dem Spiel stehen“, so Kirchner.

Es sei bekannt, so der stellvertretende CDU-Vorsitzende, dass die Hub-Funktion des Flughafens mit den transkontinentalen Flügen stehe und falle, die exakt in diesen Stunden den Frankfurter Airport ansteuerten. Wenn Feldmann zudem allenthalben über die Verlagerung von Luftverkehr in andere europäische Städte schwadroniere, müsse er den Menschen in der Region FrankfurtRheinMain auch sagen, dass er damit offensiv den Abbau von Arbeitsplätzen in Frankfurt propagiere. Hingegen ignoriere der OB nach wie vor den Lärmschutzplan von Schwarz-Grün, nach dem effektive Lärmpausen vor allem durch eine abwechselnde Nutzung der unterschiedlichen Landebahnen gewährleistet werden könnten.

„Und während sich die Frankfurter CDU mit dem Landtagsabgeordneten und Hessischen CDU-Fraktionsvorsitzenden Michael Boddenberg proaktiv für technische Verbesserungen und veränderte Anflugverfahren einsetzt, geht Feldmann auf Fotosafari und verschließt sich aber der Realität. Bei allem guten Willen muss man leider feststellen, dass sich Feldmann mit seinem wunderlichen Auftritt am Flughafen selbst entlarvt hat. Wären die Folgen möglicher politischer Fehlentscheidungen nicht so gravierend, könnte man über den gestrigen OB-Termin schmunzeln. So allerdings ist das, was wir erleben durften, mehr als besorgniserregend“, so Kirchner abschließend.
 

Inhaltsverzeichnis
Nach oben