Rhein: Kein Platz für Kunstschänder in Hessen

Freiheit der Kunst unter allen Umständen schützen

Staatsminister Boris Rhein MdL
Staatsminister Boris Rhein MdL
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 3. Juni 2014 - Kunst- und Kulturminister Boris Rhein zeigte sich heute erschüttert von der Nachricht, dass Unbekannte das Kunstwerk „God is great“ des britischen Konzeptkünstlers John Latham in der Frankfurter Ausstellungshalle Portikus zerstört und dabei einen Koran geraubt haben, der Teil des Kunstwerks war.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Ich kann diese verwerfliche Tat nur aufs schärfste verurteilen. Die Freiheit der Kunst ist ein hohes Gut, dass es unter allen Umständen zu schützen gilt. Wenn jemand in einer Ausstellung Krawall schlägt und beginnt Kunst zu zerstören, weil ihm offenbar die Aussage des Künstlers nicht passt, dann kann und will ich das nicht tolerieren.“

Sollten sich die Medienberichte bestätigen, wäre dies ein erneutes, sehr ernstzunehmendes Alarmsignal. Die Vorstellung, so der Minister weiter, dass offenbar religiös motivierte Fanatiker damit begännen Kunstwerke zu schänden oder zu vernichten, sei unerträglich.
 
„Wir dürfen es nicht zulassen, dass sich selbsternannte religiöse Sittenwächter über unser Grundgesetz stellen und sich anmaßen zu entscheiden, welche Kunst genehm ist und welche nicht. Für solche Verhaltensweisen ist kein Platz in unserer modernen und aufgeklärten Gesellschaft“, erklärte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

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