Lang: Kinder müssen geschützt werden

CDU-Fraktion will ein Rauchverbot auf städtischen Spielplätzen

Eva Maria Lang, Stadtverordnete
Eva Maria Lang, Stadtverordnete
Frankfurt am Main, 28. Mai 2014 - Auf den Frankfurter Spielplätzen soll bald absolutes Rauchverbot herrschen.

 Die CDU-Fraktion im Römer hat beantragt, die Grünanlagensatzung entsprechend zu ändern. Zukünftig drohen bei Verstößen Geldbußen. „Rauchen auf Spielplätzen ist für uns ein Verhalten, das nicht länger hingenommen werden darf“, erklärt die CDU-Stadtverordnete Eva-Maria Lang. Die Kommunalpolitikerin, die sich schon als Kinderbeauftragte des Ortsbeirates 5 für ein solches Verbot eingesetzt hat, macht vor allem auf die akute Gesundheitsgefährdung für Kinder aufmerksam.

„Kleinkinder neigen in ihrer Neugierde dazu, Dinge in den Mund zu nehmen, auch herumliegende Zigarettenkippen. Abgesehen von dem schädlichen Qualm bedeutet das Verschlucken solcher Glimmstängel aufgrund der toxischen und krebserregenden Inhaltsstoffe durchaus Lebensgefahr für die Kinder. Die Raucherei auf Spielplätzen muss deshalb ein Ende haben“, so Lang.


Nach Mitteilung der Stadtverordneten fordere das Deutsche Kinderhilfswerk schon länger ein Rauchverbot auf Spielplätzen. In zahlreichen deutschen Städten fände ein solches Verbot bereits Anwendung, in einigen Bundesländern bestünden im Rahmen der Nichtraucherschutzbestimmungen sogar gesetzliche Regelungen.

„Das können die Kommunen selbst regeln“, meint Lang. Die bestehende Grünanlagensatzung sehe vor, dass die Benutzer sich auf den städtischen Grünflächen so zu verhalten haben, dass kein anderer „gefährdet, geschädigt oder mehr als nach den Umständen unvermeidbar behindert oder belästigt wird“, erläutert die CDU-Politikerin. „Möglicherweise ist bereits diese bestehende Regelung so zu interpretieren, dass damit das Rauchen auf Kinderspielplätzen sowie das Wegwerfen von Zigarettenkippen in Sandkästen der Satzung widerspricht. Es ist aber besser, dies klarzustellen und damit Rechtssicherheit zu schaffen. Der Verzehr von alkoholischen Getränken und der Konsum von Betäubungsmitteln ist auf den Frankfurter Spielplätzen bereits untersagt, das Rauchverbot daher eine logische und überfällige Konsequenz“, so Lang.

Lang appellierte an die Erwachsenen auf Spielplätzen, an ihre Vorbildfunktion zu denken und den Kindern ein gutes Beispiel zu geben. „Rauchen ist massiv gesundheitsschädigend. Deshalb sollten es die Erwachsenen dort nicht vormachen, wo ausgerechnet viele Kinder zusammenkommen“. Die CDU-Stadtverordnete verwies außerdem auf die kostenintensive Sandreinigung, die durch die Vermüllung der Spielplätze häufiger als nötig geschehen muss. „Bald werden jedenfalls die Kippen aus den Sandkästen verschwinden“, hofft Lang.

Das Verbot werde in der Praxis vor allem durch eine erhöhte Aufmerksamkeit der begleitenden Erwachsenen auf Spielplätzen überwacht werden, so dass über die ohnehin stattfindenden Streifen der Stadtpolizei und die erforderliche Anbringung von Hinweisschildern hinaus kein zusätzlicher Überwachungsaufwand zur Durchsetzung nötig werde. „Nach einer Untersuchung des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg haben solche Schilder in anderen Städten deutlich dazu beigetragen, dass auf den Spielplätzen weniger geraucht wird“, so Lang abschließend.

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