Wiesmann: Rechtssicheres und legales Angebot der vertraulichen Geburt geschaffen - Schutz der Grundrechte des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft gestärkt

Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt

Bettina M. Wiesmann MdL
Bettina M. Wiesmann MdL
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 30. April 2014. "Das morgen in Kraft tretende Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt schützt Frauen, die ihre Schwangerschaft verdrängen oder verheimlichen und vom regulären Hilfesystem nicht erreicht werden“, erklärte die familienpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag heute anlässlich des Inkrafttreten des Gesetzes.

Es schaffe auch endlich Rechtssicherheit für Schwangerenberatungsstellen und das medizinische Personal in den Kliniken. Ziel sei es, heimliche Geburten außerhalb von medizinischen Einrichtungen so unnötig wie möglich zu machen und Fälle zu verhindern, in denen Neugeborene ausgesetzt oder getötet würden. Frauen, die ihre Schwangerschaft und Mutterschaft ihrem sozialen Umfeld verbergen möchten, befänden sich in einer physisch und psychisch immens belastenden Situation. Sie bräuchten umfassende und niedrigschwellige Unterstützung, damit sie durch die Geheimhaltung der Schwangerschaft nicht in die Isolation und in eine Spirale unlösbarer Konflikte gerieten, die sie allein nicht bewältigen könnten.
 
"Vor diesem Hintergrund begrüße ich ausdrücklich die Entscheidung der Bundesregierung, den Betroffenen ein Angebot zur vertraulichen Geburt zu schaffen und sie aus der bestehenden gesetzlichen Grauzone herauszuholen. Damit bietet die vertrauliche Geburt eine echte Alternative zur anonymen Kindesabgabe und zu Babyklappen“, so Wiesmann weiter. Die Bundesregierung sorge damit für einen sachgerechten Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Interessen von Mutter und Kind. Das Grundrecht des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft werde geschützt. Darüber hinaus werde das zentrale Interesse der Mutter gewahrt, indem die Anonymität ihrer Daten über eine ausreichend lange Zeit garantiert werde, dass sie Hilfe annehmen und eine Lösung für ihre Konfliktlage finden könne. "Das Gesetz bringt den Schutz des Lebens in sensibler Weise voran und schafft Rechts- und Handlungssicherheit für alle Beteiligten", so das Fazit von Wiesmann zu dem neuen Gesetz.
 

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