Mann: CSR und Mittelstand - Kein Zwang für Umwelt- und Sozialberichte

Thomas Mann MdEP
Thomas Mann MdEP
Brüssel/Frankfurt am Main, 16. April 2014 - „KMU mit bis zu 500 Mitarbeitern sollen von jeglichen Berichterstattungspflichten über ihr soziales und umweltpolitisches Engagement befreit bleiben. So lautet das Ergebnis der Verhandlungen von Rat, EU-Kommission und EP, das soeben im Plenum des EP bestätigt wurde.

Das ist die gute Nachricht für unseren heimischen Mittelstand, der sich schon jetzt freiwillig stark sozial engagiert. Eine Berichtspflicht wäre Gift für diese Unternehmen gewesen! Zum ‚Dank‘ für ihr Engagement hätten sie von der EU hohe Kosten für die Berichtserstellung - nach Expertenschätzungen von 7.000 bis zu über 600.000 Euro pro Jahr - aufgebürdet bekommen. Schon einige Tausend Euro sind für den kleinen Zwei-Mann-Betrieb, der den heimischen Jugendfußball unterstützen will, schlichtweg untragbar“, sagte der hessische CDU-Europaabgeordnete und Vizepräsident des Ausschusses für Beschäftigung und Soziales, Thomas Mann, der das Thema seit vielen Jahren im EP mitverantwortet.

 

„Wie knapp an vielen KMU der Gift-Kelch der Berichtspflicht vorbeigegangen ist, wird klar, wenn man sich die Ergebnisse der Abstimmungen in den nicht-federführenden Ausschüssen des EP zum Thema CSR ansieht. Von vier Ausschüssen haben drei für eine Absenkung der Mitarbeitergrenze von 500 auf 250 votiert! Das wäre eine Katastrophe für unsere heimischen Betriebe gewesen, die ich in enger Zusammenarbeit mit der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) verhindern konnte, ebenso mit dem Parlamentskreis Mittelstand im Europäischen Parlament, zu dessen Gründern ich gehöre“, erklärte Mann.
 

„Wohltätiges Handeln von Unternehmen nach innen und außen darf in einer freien Gesellschaft nicht befohlen werden. Wir brauchen in Deutschland keine CSR-Berichterstattungspflichten – egal für welche Unternehmensgröße. Mein entsprechender Antrag auf Zurückweisung des gesamten CSR-Pakets, den ich mit mehreren CDU/CSU-Kollegen gestellt hatte, fand in den Ausschüssen keine Mehrheit. Die Beschränkung auf 500 Mitarbeiter, die jetzt getroffen wurde, muss unbedingt langfristig festgeschrieben werden. Hier gilt es, extrem wachsam zu bleiben“, sagte Mann abschließend.

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