Sara Steinhardt, Landesvorsitzende des RCDS Hessen
Sara Steinhardt, Landesvorsitzende des RCDS Hessen
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 11. April 2014 - Der Ring-Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Hessen begrüßt die Initiative des Wissenschaftsrates zur besseren Planbarkeit der Karrierewege von Wissenschaftlern an deutschen Hochschulen.

Vor allem die Initiative Hessens durch Wissenschaftsminister Rhein zur Einführung von "Tenure-Track-Verfahren" bewertet der Verband positiv. „Eine hochwertige qualitative Ausbildung von akademischen Nachwuchskräften ist ein wichtiger Bestandteil für die Weiterentwicklung des Forschungsstandorts Hessen. Mit dem Tenure-Track-System werden akademische Karrieren in mehreren Stufen organisiert, so dass Nachwuchswissenschaftler auf eine planbare und verlässliche wissenschaftliche Karriere setzen können", so die Landesvorsitzende Sara Steinhardt.

Das Tenure-Track-Verfahren definiert klare Kriterien für die wissenschaftliche Laufbahn und eröffnet somit transparente Karrieremöglichkeiten. Dabei dient dieses Verfahren nicht nur der persönlichen Absicherung, vielmehr erhalten auch die Hochschulen Planungssicherheit über ihre wissenschaftlichen Nachwuchskräfte und die Besetzung ihrer Stellen.

Darüber hinaus wirken transparente Kriterien für die berufliche Weiterentwicklung oft als Ansporn, um die individuelle Leistungsbereitschaft zu erhöhen. „Die bisherige Praxis der befristeten Arbeitsverhältnisse, die an den Hochschulen überwiegen, wirkt auf potentielle Nachwuchskräfte im internationalen Vergleich eher abschreckend. Durch das Tenure-Track-System können exzellente Nachwuchskräfte in Hessen gehalten und zusätzlich Interessenten für hessische Hochschulstandorte gewonnen werden", so Steinhardt weiter. Außerdem gelte es bereits jetzt und unabhängig von der Einführung des Tenure-Track-Systems, befristete Arbeitsverhältnisse den Möglichkeiten an den Hochschulen entsprechend zu entfristen und dem akademischen Mittelbau eine sichere Zukunftsperspektive zu bieten.

Die Forderung zur Einführung des Tenure-Track-Verfahrens ist dabei nicht neu. Der RCDS Hessen hatte diese Idee bereits 2013 zur Landtags- und Bundestagswahl vorgebracht und für die Aufnahme des Verfahrens in das Regierungsprogramm und Koalitionsvertrag geworben. „Wir freuen uns deshalb umso mehr, dass der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein diese Forderung ebenfalls unterstützt und sich verstärkt für planbare Karrieremöglichkeiten und verlässliche Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs einsetzt“, so Steinhardt abschließend.

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