Steinbach: Russland muss Minderheitenrechte der Krimtataren wahren

Außenpolitischer Sprecher der Krimtataren bittet um Unterstützung

Erika Steinbach MdB
Erika Steinbach MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 11. April 2014 - Der außenpolitische Sprecher der Minderheit der Krimtataren, Ali Khamzin, hat sich am heutigen Donnerstag mit der Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach, in Berlin getroffen. Dazu erklärt Erika Steinbach:

„Russland und die Regierung der nunmehr in die Russische Föderation eingegliederten Krim sind dringend aufgefordert, die Rechte der krimtatarischen Minderheit zu achten.

Die Krimtataren blicken nach der völkerrechtswidrigen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim mit Furcht und Sorge in ihre Zukunft. Sie wollen nicht unter russischer Verwaltung leben und müssen sich schmerzlich damit arrangieren. Die Angst der Tataren, erneut gezwungen zu sein, die Heimat verlassen zu müssen, ist tief und begründet. 5.000 von ihnen sollen die Krim in den letzten Wochen verlassen haben.

Die Regierung der Schwarzmeerhalbinsel lehnte dieser Tage die Forderung nach einem autonomen Gebiet für die Minderheit der rund 300.000 Krimtataren ab, die sich am Referendum zur Loslösung der Krim von der Ukraine ganz bewusst nicht beteiligten. Stattdessen streben sie einen Volksentscheid über ihre weitgehende Autonomie an. Sie befürchten den russischen Druck, sich assimilieren und Einschränkungen ihrer Kultur und Sprache hinnehmen zu müssen. Die Krimtataren fürchten um ihre Häuser, die sie sich in den Jahren nach der Rückkehr auf die Krim errichten. Die Eigentumsrechte sind ungeklärt.“

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