Heringsessen der CDU Bergen-Enkheim

Markus Graff, Vorsitzender der CDU Bergen-Enkheim
Markus Graff, Vorsitzender der CDU Bergen-Enkheim
Frankfurt am Main, 11. März 2014 - Auch in diesem Jahr fand wieder das traditionelle Heringsessen der CDU Bergen-Enkheim direkt an dem Freitag nach Aschermittwoch statt.

Gastredner war diesmal der Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Matthias Zimmer. Dr. Zimmer vertritt zwar den Wahlkreis im Frankfurter Westen und Norden, ist aber seit vielen Jahren selbst Mitglied der CDU Bergen-Enkheim, da er auch hier im Stadtteil lebt.


Bei seinem "Heimspiel" berichtete Dr. Zimmer von seiner Tätigkeit in Berlin. Er ist dort stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit und Soziales, was auch der politische Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist. Demgemäß konzentrierte sich sein Bericht auf die anstehenden Entscheidungen und Regelungen zum Mindestlohn, zur Mütterrente und zur Rente mit 63.

Der Bundestagsabgeordnete berichtete über den Verhandlungsstand zu allen drei Themen und erläuterte, warum bei allen Fragen noch Klärungs- und Diskussionsbedarf bestehe. Denn wie so oft steckt auch bei diesen politisch von der großen Koalition gewollten Themen der Teufel im Detail.

Als Beispiel nannte Dr. Zimmer die Frage, ob es beim Mindestlohn nicht sinnvollerweise Ausnahmen geben müsse, beispielsweise für Schüler, Studenten und Rentner. Erfreut zeigte er sich jedoch darüber, dass alleine die politische Diskussion über den Mindestlohn dazu geführt habe, das in verschiedenen Branchen mittlerweile entsprechende Tarifverträge abgeschlossen wurden, so beispielsweise für das Friseur-Handwerk. Da hier die betroffenen Branchen Zeit haben zu tarifvertraglichen Regelungen bis 2016 geht Matthias Zimmer davon aus, dass von den gesetzlichen Regelungen eines Mindestlohnes bis dahin deutlich weniger Arbeitnehmer betroffen seien werden, als heute noch angenommen.
 

Auch bei der Rente mit 63 verwies Zimmer darauf, dass auch hier keine einfache Regelung möglich sei. Schon jetzt hätten viele Arbeitnehmer die Idee, sich mit 61 Jahren von ihrem langjährigen Chef kündigen zu lassen und dann nach 2-jährigem Bezug von Arbeitslosengeld ohne Abschlag in die vorgezogene Rente zu gehen. Auch Betriebe könnten durchaus auf die Idee kommen, ältere und teure Mitarbeitern zu Lasten der Sozialkassen mit 61 zu entlassen.
 

Dies müsse verhindert werden, forderte Zimmer, was auf Breite Zustimmung der knapp 40 Teilnehmer des Heringsessen der CDU Bergen-Enkheim stieß. Im Anschluss an den lauigen, unterhaltsamen und sehr informativen Vortrag von Dr. Zimmer schlossen sich zahlreiche Fragen und Diskussionen an. Diese setzten sich dann auch nach dem wie immer von dem Team der Schönen Aussicht bestens vorbereiteten Heringsessen und im Anschluss daran bis in den späten Abend fort. Der Vorsitzende der CDU Bergen-Enkheim, dankte dem Referenten Matthias Zimmer mit einem kleinen Präsent und schwor die Mitglieder und Besucher auf die schon in 2 Monaten stattfindende Europawahl ein.
 

"Wir müssen allen Wählern deutlich machen, unbedingt wählen zu gehen, damit das Feld nicht extremen, sektiererischen und Europa-feindlichen Kräften überlassen wird", so Graff.
 

"Man könne sicherlich das ein oder andere an der EU kritisieren. Es darf aber gerade im Jahr 2014, in dem sich der Beginn des ersten Weltkriegs zum 100. Male und der Beginn des zweiten Weltkrieges zum 75. Male jährt nicht vergessen werden, dass das Europa in seinem jetzigen Gebilde für mittlerweile fast 70 Jahre Frieden und Wohlstand in Europa steht.
Dies gilt es zu erhalten und auszubauen", so Graff unter großem Beifall aller Anwesenden.
 

Dr. Matthias Zimmer wurde im übrigen auf dem Kreisparteitag der CDU Frankfurt am Main am 08. März 2014 erneut als Beisitzer in den Kreisvorstand berufen. Mit der Stadträtin Erika Pfreundschuh als stellvertretende Vorsitzende, die mit dem besten Ergebnis aller Stellvertreter gewählt wurde, stellt die CDU Bergen-Enkheim damit weiterhin zwei Mitglieder im Kreisvorstand.

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