Hornung: Keine Chance für Menschenhandel und Zwangsprostitution – wir brauchen eine Reform des Prostitutionsgesetzes

Sylvia Hornung, Kreisvorsitzende der Frankfurter Frauen Union
Sylvia Hornung, Kreisvorsitzende der Frankfurter Frauen Union
Frankfurt am Main, 6. März 2014 - „Konkrete Maßnahmen gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution gehören jetzt auf die politische Tagesordnung.

Wir brauchen eine Reform des Prostitutionsgesetzes. Nur so lassen sich Menschenhandel und Zwangsprostitution und die Situation der Frauen in der Prostitution verbessern“, erklärte Sylvia Hornung, Vorsitzende der Frauen Union Frankfurt am Main anlässlich des Internationalen Frauentages.

 
Hornung: „Das Prostitutionsgesetz von 2002 versagt, wenn es um die polizeiliche Überwachung von Prostitutionsstätten geht. Menschenhandel, Zwangsprostitution und sexuelle Ausbeutung spielen sich im Prostitutionsmilieu ab.“
 
Die Straftatbestände zum Menschenhandel müssten überarbeitet und neu strukturiert werden. Zwangsprostitution sei eine moderne Form der Sklaverei, die es zu bekämpfen gelte. Mit einer Erlaubnispflicht von Prostitutionsstätten und angemessenen Kontrollmöglichkeiten für die Behörden könne effektiver gegen die Kriminalität im Prostitutionsmilieu vorgegangen werden.
 

„Es kann wirklich nicht sein, dass eine Currywurstbude gewerberechtlich stärker überwacht wird als ein Bordell. Wir fordern die Bestrafung von Freiern, die vorsätzlich die Zwangslage des Opfers ausnutzen. Die Einführung von verpflichtenden, regelmäßigen Gesundheitsuntersuchungen hilft den Frauen in der Prostitution Kontakte zur Außenwelt zu schaffen. Wir brauchen verbesserte Ausstiegsmöglichkeiten für Prostituierte. Welche Prostituierte arbeitet schon gern in frauenverachtenden Flatratebordellen“, so fragte die Vorsitzende der Frauen Union Frankfurt am Main.
 

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