Stadträtin Erika Pfreundschuh, Vorsitzende der Senioren-Union Frankfurt
Stadträtin Erika Pfreundschuh, Vorsitzende der Senioren-Union Frankfurt

Frankfurt am Main, 5. Februar 2014. Das Vorhaben von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, organisierte Hilfe zur Selbsttötung gesetzlich zu verbieten, wird von der Vorsitzenden der Frankfurter Senioren-Union der CDU, Stadträtin Erika Pfreundschuh, nachdrücklich unterstützt.

„Hilfe für Menschen, die zu sterben wünschen, darf nicht zu einer Hilfe zum Suizid verkommen.“ Es müsse Rechtssicherheit bestehen, dass sowohl gewerbliche als auch nicht gewinnorientierte Sterbehilfe verboten ist. Es gehe aber auch nicht um lebenserhaltende Maßnahmen bei einem Sterbewilligen um jeden Preis.

Was ein Mensch brauche, der „sterbenskrank, lebenssatt und –müde“ sei, wäre menschliche Nähe, auf das Leiden abgestimmte medizinische Versorgung, Schmerzfreiheit und eine gute Pflege, wie es z.B. in Hospizen möglich ist. In Frankfurt gibt es bereits mehrere Hospize, so auch das Hospiz Sankt Katharina bei dem Sankt Katharinen Krankenhaus in Seckbach. „Sterbehilfe kann auch nicht mit einem Recht auf Selbstbestimmung begründet werden, denn wesentliche Merkmale und Ereignisse des Lebens sind schicksalshaft und nicht selbstbestimmt“, erklärte die Vorsitzende der Senioren-Union der CDU.

Schließlich sei schon bei der Frage, ob bei einem Patienten am Bett ein Gitter zu dessen Schutz angebracht werden darf, eine richterliche Zustimmung erforderlich. „Da kann es nicht sein, dass bei der Sterbehilfe das Gutdünken eines Vereinsmitgliedes oder eines Vertreters eines Unternehmens über den Willen eines Menschen genügt“, gab Stadträtin Pfreundschuh zu bedenken und fügte hinzu: „Sterbehilfe muss tabu sein, vielmehr muß Hilfe zum Leben bis zuletzt gewährt werden.“

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