Podiumsdiskussion: Künftige Anforderungen an die Wohnungsbaupolitik in Frankfurt und RheinMain

Bericht über die Fachausschusssitzung Wirtschaft am 20.11.2013, Grüneburgweg 64, Frankfurt am Main

Christoph Fay, Vorsitzender des CDU-Fachausschusses Wirtschaft
Christoph Fay, Vorsitzender des CDU-Fachausschusses Wirtschaft
Frankfurt am Main, 4. Dezember 2013 - Der Fachausschuss Wirtschaft hat sich in einer Diskussionsrunde mit den künftigen Anforderungen an den Wohnungsmarkt in Frankfurt am Main und in der Region beschäftigt.

Unter hochkarätiger Beteiligung zweier Fachleute für Wohnimmobilien fand eine lebhafte Diskussion mit rund 40 Teilnehmern statt. Der Vorsitzende von Haus und Grund Frankfurt e.V., Rechtsanwalt Jürgen Conzelmann, und der Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätten GmbH, Dr. jur. Constantin Westphal, stellten schnell fest, dass es durch den kontinuierlichen Zuzug nach Frankfurt am Main einen weiteren Bedarf an Wohnungen in den nächsten Jahrzehnten geben wird.


Da Baugrund nicht vermehrbar sei, komme nur eine Nachverdichtung, Umwandlung von Büroflächen in Wohnflächen und eine Ausweisung neuen Baulands in Frage. Die von dem Frankfurter Planungsdezernenten, Olaf Cunitz, angekündigten planungsrechtliche Bereitstellung für den Bau von 3.000 neuen Wohnungen in Frankfurt sei genau das richtige Signal.

Engagiert wurde über die Mietpreisbremse, die die Große Koalition vereinbart hat, gestritten. Die beiden Wohnraumexperten waren gemeinsam der Auffassung, dass die Mietpreisbremse sehr unterschiedlich in Frankfurt am Main wirke. In 5 von 46 Stadtbezirken sei ein immenser Nachfragedruck, der die Mietpreise kräftig nach oben treibe. In den übrigen 41 Stadtbezirken seien moderate Anstiege der Mieten festzustellen, bis hin zur Stagnation und auch Mietpreissenkungen.

Der unter den Teilnehmern anwesende wohnungspolitische Sprecher der CDU Landtagsfraktion, Dipl. Kaufmann Ulrich Caspar, forderte die Politik auf, mutiger zu sein als bisher. Er hält 30.000 bis 50.000 neue Wohnungen in Frankfurt und Umgebung langfristig für möglich.

Die anschließende lebhafte Diskussion zeigte die Ideenvielfalt der CDU Mitglieder bei der Lösung der Herausforderung künftigen Wohnens in Frankfurt und Region. Es wurde mehr Flexibilität beim Wohnen, ein Förderprogramm für Umzüge älterer Bürger, die große Wohnungen oder auch Häuser belegen, Mehrgenerationenhäuser, weitere steuerliche Anreize für den Wohnungsbau und verbesserte Verkehrsinfrastruktur in Frankfurt und RheinMain gefordert.

Der Moderator der Diskussion, Christoph Fay, wurde von den Teilnehmern gebeten, das Thema „Künftiges Wohnen in Frankfurt“ bei dem Kreisvorstand vorzustellen und zu empfehlen, dieses Thema 2014 weiterhin auf einem Wohnungspolitischen Fachkongress zu diskutieren und neue Positionen für unsere politische Arbeit zu erarbeiten.

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