Steinbach: Nobelkomitee setzt Zeichen gegen humanitäres Verbrechen

Erika Steinbach MdB
Erika Steinbach MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 16. Oktober 2013 -
Zur Verleihung des Friedensnobelpreises 2013 an die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach:

„Mit der Verleihung des diesjährigen Friedensnobelpreises an die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) hat das Nobelkomitee in Oslo eines der aktuellen Probleme unserer Zeit akzentuiert. Die Umsetzung und Überwachung der Einhaltung der 1992 verabschiedeten Chemiewaffenkonvention ist wichtiger denn je für den Erhalt des Friedens.
Das wurde uns mehr als deutlich durch das unendliche Leid Tausender verletzter und den Tod Hunderter Menschen, die Opfer des Giftgaseinsatzes gegen die syrische Zivilbevölkerung im August dieses Jahres nahe Damaskus wurden. Dieser Einsatz ist ein schweres humanitäres Verbrechen.

Gemeinsam mit Inspekteuren der Vereinten Nationen beginnt die OPCW dieser Tage mit der Überwachung der Erfassung und Vernichtung aller chemischer Kampfstoffe, die in Besitz des syrischen Regimes sind. Der OPWC gehören bisher 189 Staaten an. Syrien sollte der Organisation nun umgehend beitreten.

Die Mitarbeiter beider Organisationen arbeiten dabei unter ständiger Gefahr für Leib und Leben im syrischen Bürgerkrieg, um einen Frieden in Syrien und damit in der gesamten Region zu initiieren. Dem gilt unsere größte Hochachtung. Wir teilen die Hoffnung, dass dies ein Schritt auf dem Weg zur Beendigung des Bürgerkriegs in Syrien sein könnte. Zudem unterstützen wir die internationalen Bemühungen, die die Vernichtung aller Chemiewaffen weltweit befördert.

Neben der OPCW standen mit Malala Yousafzai, der Kinderrechtsaktivistin aus Pakistan, und dem kongolesischen Arzt Denis Mukwege, der unzählige Vergewaltigungsopfer in seinem Heimatland behandelt, weitere zwei für den Frieden besonders engagierte Menschen zur Wahl. Auch diesen beiden gilt für ihr mutiges Handeln unser größter Respekt.“

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